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Mittwoch, 20. Januar 2010

Erfolgreiche "Operation Pandora": Schlag gegen die Camorra

Italienische Sondereinheiten haben in einem "Operation Pandora" genannten Großeinsatz der neapolitanischen Mafia einen schweren Schlag zugefügt. Bei den Razzien gegen insgesamt drei Camorra-Clans wurden mehr als 80 Mafiosi festgenommen, wie italienische Medien berichteten. Die Aktion von Carabinieri und Finanzpolizei fügte der Mafia dabei auch erheblichen finanziellen Schaden zu. Güter im Wert von etwa 60 Millionen Euro wurden beschlagnahmt oder versiegelt - 65 Betriebe, 210 Gebäude und 160 Fahrzeuge. Gesperrt wurden auch annähernd 600 Konten des organisierten Verbrechens.

Blick über Neapel auf den Vesuv.

Blick über Neapel auf den Vesuv.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Sondereinheiten rückten mit insgesamt 86 Haftbefehlen an, die Mafiosi der Familien Gallo, Limelli und Vangone hinter Gitter bringen sollten. Die Clans hatten sich nach den Angaben der Staatsanwaltschaft auf ein ganzes System krimineller Aktivitäten spezialisiert, von Geldwäsche über Drogenhandel bis zur Erpressung. Einer der Clans importierte Kokain aus Spanien.

Mehr als durch die Festnahmen werde die Camorra durch die erheblichen Beschlagnahmungen geschädigt, erklärte der nationale Anti-Mafia-Staatsanwalt Pietro Grasso: "Ein Mafioso, der im Gefängnis sitzt, ist schnell ersetzt, es ist aber viel schwieriger, das jetzt Beschlagnahmte zu ersetzen." Den italienischen Ermittlern und Sondereinheiten gelangen in der jüngsten Zeit schwere Schläge gegen das organisierte Verbrechen in Kampanien, Kalabrien und auf Sizilien.

dpa

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