Panorama
(Foto: REUTERS)

Nicht nur Pferd in Rindfleischgerichten: Schwein gehabt?

Die EU überzieht wieder einmal ein Lebensmittelskandal. Mindestens 17 Länder sind betroffen. Allein in Deutschland ergeben mindestens 40 Proben, dass in vermeintlichen Rindfleischgerichten Pferd steckt. Jetzt stellt sich heraus: Pferd ist nicht die einzige geheime Zutat.

Mit Pferd vermischtes Rindfleisch des münsterländischen Unternehmens Vossko hat außerdem auch Schwein enthalten. Das sei in Proben des Fleischs von einem polnischen Lieferanten nachgewiesen worden, teilte der Kreis Warendorf mit. Vossko hatte bei eigenen Analysen in der vergangenen Woche schon Pferdefleisch in Proben gefunden. Dieses Ergebnis habe sich jetzt in der Analyse des Chemischen Landes- und Veterinäruntersuchungsamtes Münsterland/ Emscher-Lippe bestätigt.

Vossko hatte das Liechtensteiner Unternehmen Hilcona beliefert, das für den Discounter Lidl "Combino Tortelloni Rindfleisch" herstellt. Lidl nahm das Gericht aus dem Angebot.

Angeblich keine akute Gesundheitsgefahr

Details zu dem polnischen Betrieb nannte der Kreis Warendorf nicht. "Nach Mitteilung des Verbraucherschutzministeriums NRW haben die Behörden aufgrund einer Gesetzeslücke derzeit nicht die Möglichkeit, die konkreten Namen der betroffenen Firmen zu nennen oder Probenergebnisse zu veröffentlichen", hieß es. Da von den Produkten nach bisherigem Stand keine akute Gesundheitsgefahr ausgehe, sei eine Nennung nur mit Zustimmung der betroffenen Unternehmen selbst möglich.

In der EU ist jüngst ein umfangreicher Skandal um Pferdefleisch in vermeintlichen Rindfleischprodukten wie Lasagne aufgeflogen. Nach neuesten Erkenntnissen sind 17 der 27 EU-Länder betroffen. In Deutschland ergaben schon 40 Proben, dass Produkte falsch etikettiert wurden.

Quelle: n-tv.de

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