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Seehofer an der Unglücksstelle.
Seehofer an der Unglücksstelle.(Foto: dpa)

Besuch an der Unglücksstelle: Seehofer zeigt sich tief betroffen

Nach der Reise zum Ort des Zugunglücks bei Bad Aibling präsentiert der bayerische Ministerpräsident Seehofer keine neuen Ermittlungsergebnisse. Dafür zeigt er sich ungewohnt in sich gekehrt und betroffen.

Dem bayerischen Ministerpräsidenten ist anzusehen, wie sehr ihn der Besuch an der Unglücksstelle getroffen hat. Als Horst Seehofer am Tag nach dem Zugunglück in Bad Aibling vor die Reporter tritt, wirkt er in sich gekehrt. Als er das Wort ergreift, sagt er mit zittriger Stimme das, was die Bürger von ihrem Landesvater erwarten: "Es ist eine Tragödie für ganz Bayern."

Schwarzer Pullover, keine Krawatte, brüchige Stimme: Seehofer nach dem Besuch der Unfallstelle.
Schwarzer Pullover, keine Krawatte, brüchige Stimme: Seehofer nach dem Besuch der Unfallstelle.(Foto: dpa)

Er drückt den Angehörigen der Opfer seine Anteilnahme aus: "Wir beten und hoffen, dass die Verletzten ihre Verletzungen überwinden." Er sei ganz verstört, "wenn man die Bilder noch einmal sieht, diese Knäuel". Am Unfallort habe man eine Andacht gehalten und mit Geistlichen gebetet. Mit dabei waren Vertreter aller Parteien.

Mehrfach dankt er den Rettungskräften. Sie selbst seien der Auffassung gewesen, dass ihr Zusammenwirken "hervorragend funktioniert" habe. Das sei in der ganzen Bitternis auch eine positive Erfahrung gewesen. Beim Besuch von Patienten im Krankenhaus hätten diese die Einfühlsamkeit der Helfer gelobt. Bayern sei auch deswegen ein "starker und funktionierender Staat", weil er sich in solchen Katastrophensituationen auf Hunderte ehrenamtliche Helfer verlassen könne.

Sogar Lob für die politischen Gegner verteilt Seehofer. "Wir können auch dankbar sein, dass es in solchen Stunden keine parteipolitischen Grenzen gibt", sagt er. Alle Parteien hatten ihre Veranstaltungen zum politischen Aschermittwoch abgesagt. "Das bezeichne ich als Format, als Stil. Parteien stehen in solchen Fragen zusammen und über den parteipolitischen Fragen." Zudem hätten unzählige Staats- und Regierungsschef aus dem Ausland kondoliert.

 

Quelle: n-tv.de

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