Panorama
Flammen, Rauch und Flugzeugteile: Der Eurofighter stürzte auf ein Feld.
Flammen, Rauch und Flugzeugteile: Der Eurofighter stürzte auf ein Feld.(Foto: REUTERS)
Donnerstag, 12. Oktober 2017

Feier zum Nationalfeiertag : Spanischer Eurofighter zerschellt am Boden

Acht Eurofighter sind bei der Militärparade zu Spaniens Nationalfeiertag in der Luft. Eine Maschine davon stürzt auf ihrem Rückweg zum Stützpunkt ab. Der Pilot stirbt, das Flugzeug geht in Flammen auf.

In Spanien ist eine Maschine der Luftwaffe nach der Teilnahme an der Militärparade zum Nationalfeiertag abgestürzt. Der Pilot konnte sich nicht retten und starb. Der Eurofighter ging aus bislang unbekannter Ursache in der Nähe des Luftwaffenstützpunktes Los Llanos zu Boden. Der Jagdbomber befand sich im Landeanflug, wie "El País" unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete.

Der Pilot steuerte eine von vier Maschinen der Einheit "Ala 14", die gemeinsam mit weiteren vier der Einheit "Ala 11" an den Feierlichkeiten teilgenommen hatten. Insgesamt waren 78 Flugzeuge beteiligt. Augenzeugen zufolge zerschellte der Eurofighter um 12:09 Uhr am Boden. Nach dem Aufprall ging die zerstörte Maschine in Flammen auf. Der erste Notruf ging laut "El País" um 12:15 Uhr ein. Es ist demnach der dritte Eurofighter, den die spanische Luftwaffe bei Unfällen verloren hat.

Spanien beging seinen Nationalfeiertag mit einer großen Militärparade in Madrid, die von König Felipe VI. abgenommen wurde. Überschattet werden die Feierlichkeiten in diesem Jahr von der Katalonien-Krise. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der wohlhabenden Region im Nordosten Spaniens haben das Land in seine schwerste Krise seit Jahrzehnten gestürzt.

Der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont hatte eine Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet, die er dann aber umgehend für ausgesetzt erklärte, um nach eigenen Angaben einen "Dialog" mit der Zentralregierung anzustoßen. Madrid will eine Abspaltung Kataloniens mit allen Mitteln verhindern und droht mit einem Entzug der katalanischen Autonomierechte.

Quelle: n-tv.de

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