Panorama

Läuferin stirbt bei MarathonTod löst Spendenlawine aus

28.04.2012, 11:18 Uhr

Eine 30-jährige nimmt am London-Marathon teil und ruft zu Spenden für den britischen Samariter-Bund auf. Kurz vor der Ziellinie bricht sie zusammen und stirbt. Ihr Tod löst eine Spendenlawine aus: Von ein paar hundert Pfund sprang die Spendensumme auf mehr als 850.000..

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(Foto: dpa)

Der Tod einer Läuferin beim London-Marathon hat eine Spendenflut für eine Organisation ausgelöst, für die die 30-Jährige mit ihrem Lauf Geld sammeln wollte.

Der britische Samariter-Bund zeigte sich "tief berührt" von der Spendenfreudigkeit. Die Website zeigte am späten Samstagvormittag den Stand von 853.000 Pfund (1,044 Millionen Euro). Zusätzlich gingen noch Spenden über andere Wege ein, so dass bereits über eine Million Pfund eingegangen seien, hieß es von den Samaritern.

Die 30-Jährige Claire Squires hatte als einer von fast 40.000 Startern beim London-Marathon schon fast die Zielgerade erreicht, als sie plötzlich zusammenbrach. Rettungskräfte konnten nichts mehr für sie tun. Auf einer eigenen Spenden-Website hatte sie dazu aufgerufen, ihren Lauf mit einer Spende an die Samariter zu unterstützen.

Diese Form des Spendensammelns hat Tradition in Großbritannien. Viele Teilnehmer des traditionellen Marathons durch die Themse-Metropole widmen ihren Lauf einer Hilfsorganisation, um für diese Spenden einzutreiben - so auch die 30-Jährige. Kurz nach dem Lauf waren auf ihrer Internetseite einige hundert Pfund eingegangen.

Nach dem Bekanntwerden ihres Todes schwoll das Spendenaufkommen gewaltig an. Vor allem über soziale Netzwerke wie Faceobook und Twitter hatte sich die Nachricht vom tragischen Tod der Friseurin schnell verbreitet und die Spendenfreudigkeit von Menschen in aller Welt geweckt.

"Die Umstände, unter denen die Spenden zustande kommen, sind herzzerreißend. Aber wir danken jedem Spender für die Unterstützung", sagte Samariter-Chefin Catherine Johnstone.

Quelle: ntv.de, hvo/dpa