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Von überlasteten Ästen geht eine große Gefahr aus.
Von überlasteten Ästen geht eine große Gefahr aus.(Foto: dpa)

Der Winter ist da: Toter durch Schnee in Sachsen

Der Winter zeigt sich im Osten bereits mit voller Wucht. In Sachsen wird ein Mann von einem Ast getötet, der unter der Schneelast abbrach. Chaotische Verhältnisse herrschen auch in Tschechien, im Baltikum und in Russland. Vor allem Moskau leidet unter dem Jahreszeitenwechsel.

Heftiger Schneefall hat in Sachsen ein Todesopfer gefordert. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schneite es fast überall. Für viele Bäume war es jedoch zu viel Schnee, sie knicken um. In Schönheide im Erzgebirge wurde ein Mann von einem unter der Schneelast abgeknickten Ast erschlagen. Der staatliche Sachsenforst warnte davor, die Wälder zu betreten. Vor allem im Vogtland, im Erzgebirge und der Sächsischen Schweiz bestehe Lebensgefahr durch abknickende Äste und Bäume.

Bis auf die Region um Leipzig und Meißen bleibt die weiße Pracht wohl auch liegen - auf dem Fichtelberg wuchs die Schneedecke auf knapp 50 Zentimeter an.

Schnee und Eisglätte sorgten im Westen Tschechiens für schwere Verkehrsbehinderungen. Die Feuerwehr musste in der Region Karlovy Vary (Karlsbad) zu mehr als 90 Einsätzen ausrücken. Äste und Bäume waren unter der Schneelast auf Straßen gestürzt. Der Zugverkehr zwischen Vojtanov und dem sächsischen Bad Brambach sowie zwischen Asch und der Grenzgemeinde Hranice kam völlig zum Erliegen. Die Wetterstation auf dem Klinovec (Keilberg), der höchsten Erhebung des Erzgebirges, meldete eine Schneedecke von 40 Zentimetern.

Sachsen ist eingehüllt.
Sachsen ist eingehüllt.(Foto: dapd)

Der Winterbeginn setzte auch Russland und Ländern im Baltikum heftig zu. Wegen andauernder heftiger Schneefälle und starkem Eisregen rief die russische Großstadt Twer den Notstand aus. In Moskau blieb die Situation nach den schlimmsten November-Schneefällen seit 50 Jahren ebenfalls angespannt. Und in Estland und Lettland sorgten Schnee und Winterstürme für erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Starke Böen von 20 Metern in der Sekunde beschädigten in Twer Stromleitungen, wie ein Sprecher der Stadt rund 200 Kilometer nördlich von Moskau sagte. Zudem sei der Verkehr nach 40 Zentimetern Neuschnee zum Erliegen gekommen. Das Zivilschutzministerium in Moskau entsandte zusätzliche Räumfahrzeuge.

Unfälle in Moskau

In der russischen Hauptstadt blockierten erneut kilometerlange Staus die Wege. Bei starkem Eisregen kam es in Moskau, der größten Stadt Europas, wieder zu vielen Auffahrunfällen und auf den drei großen Flughäfen zu erheblichen Verspätungen. In Sibirien waren nach dem Bruch von Stromleitungen mindestens 40 Dörfer zeitweise ohne Strom.

In Estland und Lettland waren mehrere Zufahrtsstraßen in die Hauptstädte Tallinn und Riga durch querstehende Lastwagen oder umgestürzte Bäume blockiert, wie lokale Medien berichteten. Schnee und Eisglätte führten zu Unfällen. Außerdem blieben Tausende Haushalte stundenlang ohne Strom, weil Eisregen und Sturm zahlreiche Trafostationen außer Betrieb gesetzt hatten. Am Hafen von Tallinn verspäteten sich wegen starker Winde und meterhohen Wellen die Fähren nach Finnland und Schweden oder mussten ganz gestrichen werden.

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Quelle: n-tv.de

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