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Stein des Anstoßes: das Angebot der Bekleidungsfirma American Apparel.
Stein des Anstoßes: das Angebot der Bekleidungsfirma American Apparel.(Foto: Screenshot)

"Sandy-Sale" sorgt für Kopfschütteln: US-Bürger sauer auf American Apparel

Ein Rabattangebot der ganz anderen Art bringt das US-Unternehmen American Apparel in Misskredit. Die Bekleidungsfirma verspricht Onlinekunden Rabatte, wenn sie während Hurrikan "Sandy" einkaufen. Angesichts der Opfer und der Zerstörung, die Sandy anrichtet, halten das die Menschen in den USA für alles andere als eine gelungene Aktion.

Die Bekleidungsfirma American Apparel hat sich die Wut vieler Menschen in den USA zugezogen. Angefangen hat die Affäre kurz bevor Hurrikan "Sandy" auf die Ostküste des Landes traf.

Die Kunden des Modeunternehmens erhielten am Montagabend eine E-Mail, in der eine besondere Rabatt-Aktion angekündigt wurde. Zum "Sandy-Sale" sollten all jene 20 Prozent Preisnachlass auf alles bekommen, die während draußen der Sturm tobt, zuschlagen - "für den Fall, dass du während des Sturms gelangweilt bist".

Das Angebot galt regional begrenzt für die US-Bundesstaaten Connecticut, Delaware, Massachusetts, North Carolina, New Jersey, New York, Pennsylvania, Virginia und Maryland – jene Regionen also, in denen "Sandy" erwartet wurde. Und so einfach sollte es gehen: Einfach am Schluss der Bestellung das Codewort "Sandysale" eintippen und schon gibt's Prozente.

Was die Marketingstrategen des Textilgiganten außer Acht ließen: "Sandy" war kein harmloser Hollywood-Sturm, sondern ein echter Hurrikan, mit echter Zerstörung und echten Todesopfern.

Viele Menschen fanden die Aktion daher alles andere als lustig. Via Twitter drückten sie ihr Unverständnis aus. Einige drohten an, das Unternehmen künftig boykottieren zu wollen. Andere unkten, dass das Unternehmen sich in naher Zukunft wohl auf die Siche nach einem neuen Marketingchef machen werde.

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Quelle: n-tv.de

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