Panorama

Gefrierpunkt in weiter FerneUSA bibbern bei eisigem Frost

06.01.2014, 06:57 Uhr
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Die Kältewelle hat den Mittleren Westen der USA fest im Griff. Tausende Flüge werden gestrichen. Zu Wochenbeginn fällt vielerorts die Schule aus. Und eine Ende der klirrenden Kälte ist nicht in Sicht. Zumindest Sportfans zeigen sich hart.

Heftige Schneefälle, klirrende Kälte und eisige Winde haben den Mittleren Westen der USA teilweise lahmgelegt. Allein auf dem internationalen Flughafen von Chicago mussten am Sonntag mehr als 2000 Flüge gestrichen werden. Landesweit sind bislang mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen starben bei Verkehrsunfällen.

Angesichts weiter fallender Temperaturen sollen etwa in Chicago zu Wochenbeginn die Schulen geschlossen bleiben. Auch im gesamten Bundesstaat Minnesota dürfen die Schüler vorerst zu Hause bleiben. So etwas hat es dort Medienberichten zufolge wegen Winterwetters seit 17 Jahren nicht mehr gegeben. "Ich habe diese Entscheidung getroffen, um unsere Kinder vor den gefährlich niedrigen Temperaturen zu schützen", sagte Gouverneur Mark Dayton.

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Die harten Jungs der San Francisco 49ers sowie der Green Bay Packers trotzen den Temperaturen. (Foto: USA Today Sports)

Meteorologen erwarten, dass die Temperaturen vor allem im Mittleren Westen weiter fallen. Der Nationale Wetterdienst warnte vor den tiefsten Temperaturen seit knapp zwei Jahrzehnten. Möglich sind dann nächtliche Tiefsttemperaturen von unter minus 30 Grad. Wegen des Windes könnte es gefühlt noch eisiger werden. Treffen könnte es insgesamt rund 140 Millionen US-Amerikaner von North- und South Dakota bis in die Neuengland-Staaten an der Ostküste. Meteorologen warnten vor Unterkühlung und Frostbeulen.

Football-Spiel bei minus 26 Grad

In Green Bay im Bundesstaat Wisconsin verfolgten Tausende Menschen am Sonntagabend (Ortszeit) trotz gefühlter minus 26 Grad Celsius ein Football-Spiel der Green Bay Packers gegen die San Francisco 49ers. Kostenlos ausgegebener Kaffee sollte die Fans warm halten. Medienberichten zufolge gab es Befürchtungen, dass das Bier der Zuschauer in dem Freiluftstadion gefriert.

Auf dem Kennedy-Flughafen in New York schlitterte derweil ein Flugzeug am Sonntag in einen Schneehaufen. Die 35 Passagiere an Bord blieben unverletzt. Die Maschine aus Toronto setzte laut "New York Times" zwar zuvor sicher auf einer Landebahn auf, rutschte dann aber auf dem Weg zum Terminal in den Schnee. Stundenlange Verzögerungen waren die Folge, Hilfskräfte mussten erneut Sand und Salz auf die Bahnen streuen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa