Panorama

Explosion in ReihenhausVerbrannte Frau war schon tot

03.08.2011, 22:33 Uhr

Schon kurz nach der Explosion in einem Haus in Unterfranken war klar, dass es kein Unfall war. Jetzt stellt ein Gerichtsmediziner fest, dass eine der beiden darin gefundenen Leichen zuvor ermordet wurde.

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Die Flammen griffen auch aufs Nachbarhaus über. (Foto: dpa)

Die Explosion eines Hauses im unterfränkischen Winterhausen mit zwei Toten war ein Verbrechen und kein Unglücksfall. "Die Frau ist umgebracht worden", sagte ein Sprecher der Polizei. Der Gerichtsmediziner habe Spuren von massiver Gewalt am Hals der 44-Jährigen gefunden. Es stehe fest, dass sie zum Zeitpunkt der Explosion bereits tot war. Täter war vermutlich ihr Ehemann. Der 61-Jährige sei an den Folgen der Explosion gestorben. Die Polizei schließt aus, dass Dritte an dem Verbrechen beteiligt waren.

Leiche in der Toilette

Die beiden Leichen waren in der Brandruine gefunden worden. Dass es sich dabei tatsächlich um die beiden Bewohner handelt, steht der Polizei zufolge mittlerweile fest. Die Leiche der Frau fanden die Ermittler in der Toilette im Erdgeschoss.

Bereits wenige Stunden nach dem Vorfall im Landkreis Würzburg in der Nacht zum Montag stand für die Ermittler zudem fest: Die Explosion wurde absichtlich ausgelöst. Im Keller und in der Parterre entdeckten sie mehrere Gasflaschen ohne Verschluss.

Streitereien und Gewalt

Im Laufe der Ermittlungen fanden die Beamten immer mehr Hinweise darauf, dass dem Tod der Eheleute ein Familiendrama voraus ging. Zahlreiche Zeugen hatten den Angaben zufolge ausgesagt, dass sich das Paar auch in der Vergangenheit schon oft gestritten hatte. Dabei sei auch Gewalt im Spiel gewesen. So sollen die beiden auch darüber uneinig gewesen sein, ob sie aus dem bereits verkauften Eigenheim ausziehen oder nicht.

Bei der Explosion wurde nicht nur das Haus des Ehepaares, sondern auch das angrenzende Reihenhaus komplett zerstört. Die Nachbarn konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der Schaden liegt bei mehreren hunderttausend Euro.

Quelle: dpa