Panorama

In unterirdischem Tunnel ertrunken: Vermisster Höhlenforscher tot

Der erfahrene Höhlentaucher Eric Establie bricht auf, um ein Tunnelsystem an der Ardèche-Schlucht zu kartographieren. Er wird verschüttet und alle Rettungsbemühungen sind vergeblich.

Establie war selbst oft als Retter im Einsatz (Archivbild).
Establie war selbst oft als Retter im Einsatz (Archivbild).(Foto: REUTERS)

Die verzweifelte Suche nach einem verschollenen französischen Höhlenforscher hat ein trauriges Ende genommen. Rettungstaucher entdeckten die Leiche des seit gut einer Woche vermissten Eric Establie. Der 45-Jährige sei vermutlich in dem Tunnelsystem an der Ardèche-Schlucht ertrunken, teilten die Behörden mit.

Establie war am 3. Oktober rund 800 Meter vom Höhleneingang entfernt verschüttet worden. Noch am Wochenende hatten Rettungskräfte geglaubt, Klopfzeichen von ihm gehört zu haben. Die Helfer bauten darauf, dass der erfahrene Höhlentaucher einen Ort gefunden haben könnte, an dem er sich im Trockenen aufhalten kann und genügend Sauerstoff bekommt.

Nachrichten von der Familie

Ein Tauchteam hatte zuletzt einen wasserdichten Behälter mit einem Spezialtelefon, Lebensmitteln und Nachrichten seiner Familie auf die andere Seite eines Gerölls befördert, hinter dem Establie vermutet wurde. Andere Helfer versuchten zudem, sich von der Erdoberfläche aus zu dem Tunnel hinunter zu graben.

Der aus Nizza stammende Establie hatte die Höhle in der südfranzösischen Flusslandschaft Gorges de l'Ardèche kartographieren wollen. Ein unterirdischer Erdrutsch versperrte ihm dann Rückweg. Der Verschüttete galt als Profitaucher. Er nahm selbst an mehreren Rettungsaktionen für verschollene Höhlenforscher teil.

Quelle: n-tv.de

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