Panorama
380.000 Tonnen Wasser können die Tanks aufnehmen. Sie sind mittlerweile zu 85 Prozent gefüllt.
380.000 Tonnen Wasser können die Tanks aufnehmen. Sie sind mittlerweile zu 85 Prozent gefüllt.(Foto: picture alliance / dpa)

Neue Hiobsbotschaft aus Fukushima: Verseuchtes Grundwasser steigt und steigt

Jeden Tag müssen im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima 100 Tonnen radioaktiv belasteten Grundwassers in Speicher gepumpt werden, damit es nicht ins Meer fließt. Zudem soll eine chemische Sperre verhindern, dass das Wasser an die Oberfläche tritt. Doch es gibt zwei Probleme: Die Sperre ist wirkungslos, und die Speicher sind bald voll.

Der Anstieg radioaktiv verstrahlten Grundwassers im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima nimmt nach einem Zeitungsbericht immer dramatischere Formen an. Das Wasser könne innerhalb der nächsten drei Wochen an die Oberfläche treten, meldet die Zeitung "Asahi" und beruft sich auf Ergebnisse eines Krisentreffens vom Vortag.

Eine von der Betreibergesellschaft Tepco in den Boden injizierte Chemikalie, die eine Barriere bilden soll, hat sich dem Bericht zufolge als unwirksam erwiesen. Das Grundwasser habe die Sperre bereits überwunden. Bei einem weiteren Anstieg des Grundwassers besteht die Gefahr, dass es sich ins Meer ergießt.

Tepco muss dem "Asahi"-Bericht zufolge jeden Tag 100 Tonnen Wasser abpumpen, um dessen Abfluss in den Ozean zu verhindern. Das Unternehmen wisse aber nicht wohin mit der Menge. Die Speicher, die 380.000 Tonnen Wasser aufnehmen können, seien zu 85 Prozent gefüllt.

Ein schweres Erdbeben und ein dadurch ausgelöster Tsunami hatten das Kraftwerk Fukushima 2011 zerstört. Die Folge war die schwerste Atomkatastrophe sei Tschernobyl 1986.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen