Panorama

"Geisterschiffer"Volltrunken auf der Elbe

22.09.2008, 15:48 Uhr

Ein betrunkener russischer Kapitän hat auf der Elbe in Hamburg mit seinem Frachter beinahe ein Gefahrgutschiff gerammt. Der Mann hatte 2,44 Promille im Blut.

Ein betrunkener russischer Kapitän hat auf der Elbe in Hamburg mit seinem Frachter beinahe ein Gefahrgutschiff gerammt. Der 52-Jährige wurde nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 7560 Euro aus dem Untersuchungsgefängnis entlassen, wie ein Polizeisprecher in Hamburg sagte. Der Kapitän hatte 2,44 Promille Alkohol im Blut.

Sein 70 Meter langes Motorschiff "Fairland" war in der Nacht zum Montag elbabwärts auf der falschen Fahrwasserseite unterwegs. Obwohl ein Lotse des Gefahrgutschiffs "Cap Azul" mehrfach versuchte, den Kapitän über Funk zu warnen, lief die "Fairland" dem elbaufwärts fahrenden Schiff vor den Bug. "Es war sehr knapp", sagte ein Polizeisprecher. Die 165 Meter lange "Cap Azul" hatte mehrere Container Gefahrgut geladen, darunter Lösungsmittel, Methanol sowie Erdöldestillate.

Nach der Beinahe-Kollision fuhren beide Schiffe zunächst weiter. Kurze Zeit später gelang es der Besatzung eines Streifenboots, an Bord der "Fairland" zu kommen. Die Beamten zogen den betrunkenen Kapitän aus dem Verkehr. Auf ihn kommt nun ein Strafverfahren zu.