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Die von der Hitze und einem regenarmen Winter ausgedörrten Bäume in der Region brennen lichterloh.
Die von der Hitze und einem regenarmen Winter ausgedörrten Bäume in der Region brennen lichterloh.(Foto: AP)

Notstand in Kalifornien: Waldbrände wüten im Yosemite-Park

Das Feuer im Osten des US-Bundesstaates Kalifornien breitet sich weiter aus. Inzwischen erfassen die Flammen auch Teile des berühmten Yosemite Nationalparks. Über 2000 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um den Brand einzudämmen.

Die heftigen Brände in der kalifornischen Gebirgsregion Sierra Nevada haben den berühmten Yosemite-Nationalpark erreicht. Die Flammen würden am nordwestlichen Rand des beliebten Touristenziels wüten, teilte Park-Sprecher Scott Gediman mit. Das Yosemite-Tal, das mit seinen spektakulären Granitfelsen und Wasserfällen die Hauptattraktionen des Parks darstellt, ist trotzdem weiterhin für Besucher zugänglich. Lediglich eine der Zufahrtsstraßen zum Park wurde gesperrt.

Riesige Rauchwolken über dem Yosemite-Park lassen das Ausmaß des Brandes erahnen.
Riesige Rauchwolken über dem Yosemite-Park lassen das Ausmaß des Brandes erahnen.(Foto: AP)

Mehr als 2000 Helfer kämpften nach Mitteilung der Forstbehörde gegen die Brände in dem teils schwer zugänglichen Waldgebiet. Trotz des tagelangen Großeinsatzes der Feuerwehr konnten das Feuer bisher kaum eingedämmt werden. Über 400 Quadratkilometer Wald fielen den Flammen bereits zum Opfer. Schwarzer Rauch hängt seit Tagen über dem Ausflugsgebiet.

Viele Ortschaften und Campingplätze wurden evakuiert. Hunderte Bewohner und Touristen sind vor den Flammen geflüchtet. Nach Angaben der Behörden sind mehr als 4500 Häuser bedroht. Die Brände erreichen auch einen großen Stausee, der den Raum San Francisco mit Wasser versorgt.

Einige Schulen seien vorsichtshalber geschlossen worden, berichteten kalifornische Medien. Auch ein beliebtes Musikfestival in der Gegend wurde abgesagt. Tausende Besucher waren dazu erwartet worden.

Fläche so groß wie Frankfurt am Main

Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache am vorigen Samstag westlich von Yosemite ausgebrochen und breitet sich seitdem rasant aus. Das betroffene Brandgebiet ist innerhalb von 24 Stunden auf bis zu 250 Quadratkilometer gewachsen, was in etwa der Größe von Frankfurt am Main entspricht. Zeitweise gab es 150 Brandherde.

Begünstigt durch den Wind griffen die Flammen in dem trockenen Unterholz der Sierra Nevada schnell um sich. "Wir haben hier ein Monster", sagte Lee Bentley von der Forstbehörde. "Es ist einer der schwersten Brände, die ich bislang erlebt habe. Und ich mache das schon einige Jahre."

Nach einem regenarmen Winter toben in dem trockenen Westen der USA in diesem Sommer ungewöhnlich viele Waldbrände. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown rief für die betroffene Region den Notstand aus. Mit dieser Maßnahme sollen rasch Gelder und zusätzliche Helfer für die Brandbekämpfung mobilisiert werden.

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Quelle: n-tv.de

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