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Donnerstag, 17. August 2017

Unwetter oder Sonnenschein?: Was der Restsommer zu bieten hat

An die immer wieder auftauchenden Regenwolken und die Fahrt in der Temperaturachterbahn hat man sich schon fast gewöhnt. Ob wir uns wenigstens auf ein warmes Sommerfinale freuen dürfen, verrät n-tv Meteorologe Björn Alexander.

n-tv.de: Wir befinden uns bereits in der zweiten Augusthälfte. Also auf der Zielgeraden eines Sommers, der seinen Namen zuletzt nur selten verdient hat. Ändert sich das jetzt endlich mal?

Verregnete Hauptstadt - daran dürfte sich in den nächsten Wochen nicht viel ändern.
Verregnete Hauptstadt - daran dürfte sich in den nächsten Wochen nicht viel ändern.(Foto: dpa)

Wohl eher nicht. Denn zum Wochenende rücken uns die Tiefs mit einer spürbaren Abkühlung von Westen her auf den Pelz. Am Montag dürfte sich dann ein Ableger des Azorenhochs bis nach Süddeutschland ausdehnen und dort sonnigeres und wärmeres Sommerwetter bringen. 

Sonne im Süden. Und im Norden?

Da hat’s das Azorenhoch leider schwerer. Denn es rutschen noch bis zum Mittwoch nächster Woche Tiefdruckgebiete vom Nordmeer über die Nordsee in Richtung Osten. Somit ist der Trend im Norden auch in der nächsten Wetterwoche: mäßig warm bis leicht unterkühlt und wechselhaft mit zahlreichen Wolkenfeldern und gelegentlichen Schauern. Und auch danach (also in der zweiten Hälfte der nächsten Woche) könnte es bei einer ähnlichen Wetterteilung bleiben: die Südhälfte tendenziell sommerlich, während es weiter nordwärts skandinavisch frisch weitergeht. Allerdings: Am kommenden Wochenende sind wir von Nord nach Süd und von Ost nach West gemeinsam im Sommerloch.

Oh je. Was erwartet uns?

Die letzten Reste der Sommerluft, die am Freitag vor allem im Süden und Osten nochmals 25 bis 30 Grad bringen, werden weggegrätscht und es sind kaum mehr als 16 Grad am Erzgebirge und bis 22 Grad am Oberrhein möglich.

Von heiß nach kalt. Drohen neue Unwetter?

Zumindest stellenweise müssen wir am Freitag und in der Nacht zum Samstag von Nordwest nach Südost mit kräftigen Gewittern rechnen. Und auch Unwettern durch Starkregen, Hagel und Sturmböen sind leider mal wieder nicht auszuschließen. 

Wie viele Schauer bringt uns dann das Wochenende?

Am Samstag sind sowohl im Süden als auch im Norden einige Schauer und Gewitter mit stürmischen Böen unterwegs. Besonders im Nordseeumfeld dürften auch satte Sturmböen mit dabei sein. Entlang der breiten Landesmitte bleibt es hingegen freundlich, zum Teil auch sonnig und überwiegend trocken. Die Temperaturen sind aber überall recht mau. Häufig werden es Tageshöchstwerte um oder etwas unter 20 Grad.

Ade Badesee. Auch am Sonntag?

Leider schon. Denn an den mageren Temperaturen ändert sich wenig bis nix. Am wärmsten mit 20 Grad und etwas darüber ist es am Rhein und seinen Nebenflüssen sowie Richtung Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Ansonsten werden es meistens 16 bis 20 Grad. 

Was macht das Wetter dazu?

Im Norden bleibt es unbeständig mit ein paar Schauern und einem starken Westwind. Im übrigen Land setzt sich die Sonne - nach letzten Tropfen am Alpenrand -  besser durch. 

Und am Montag?

Steht ein weiterhin wechselhafter und zeitweise windiger Norden einem meist sonnigen Süden gegenüber. Es wird dabei landesweit wieder wärmer, aber zunächst nur im Süden sommerlich mit bis zu 25 am Montag und bis zu 28 Grad am Dienstag, während es im Norden mit 20 bis 23 Grad eher mäßig warm weitergeht.

Quelle: n-tv.de

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