Panorama

Sixt schaltet Spaß-Anzeige: Weselsky ist "Mitarbeiter des Monats"

Nicht alle stöhnen über den Bahnstreik - die Autovermieter zum Beispiel. Eines der größten Unternehmen freut sich so sehr, dass es sich einen Spaß mit GDL-Chef Claus Weselsky erlaubt.

Der Autovermieter Sixt hat die Wut vieler Pendler auf die streikende Lokführergewerkschaft GDL erneut für eine provokante Werbekampagne genutzt. "Unser Mitarbeiter des Monats" - so betitelt das Unternehmen ein ganzseitiges Foto des GDL-Chefs Claus Weselsky in der "Süddeutschen Zeitung". Sixt wirbt damit für "Mietwagen an allen Bahnhöfen". Zuletzt hatte der Autovermieter aus Pullach bei München den Lokführern mit folgendem Spruch für ihren Streik gedankt: "HDGDL, GDL" ("Hab' dich ganz doll lieb, GDL").

Der Megastreik bei der Bahn freut nicht nur Autovermieter, sondern sorgt auch für einen Ansturm bei Busunternehmen und Mitfahrzentralen. Nach der Streikankündigung der Lokführer haben sich die Neuanmeldungen auf der Seite verdreifacht, wie ein Sprecher des Internet-Mitfahrdienstes Blablacar sagte. Eine ähnlich hohe Nachfrage verzeichnet der Rivale Mitfahrgelegenheit.de. "Seit den Nachrichten über den Streik laufen unsere Server heiß",  sagte ein Sprecher. Auch private Busunternehmen rechnen mit einem deutlichen Anstieg der Nachfrage und wollen zusätzliche Fahrzeuge einsetzen. Die Lufthansa erwartet zugleich mehr Passagiere auf innerdeutschen Flügen.

Die Lokführergewerkschaft GDL will den Personenverkehr der Deutschen Bahn von Donnerstagmorgen 2 Uhr bis Montagmorgen 4 Uhr bestreiken. Im Güterverkehr beginnt der Ausstand bereits am Mittwoch um 15 Uhr. Es handelt sich um den längsten Streik in der Geschichte des Staatsunternehmens. 

"Die Zahl der vermittelten Mitfahrgelegenheiten am Wochenende dürfte sich mehr als verdoppeln", sagte der Sprecher von Mitfahrgelegenheit.de. Bemerkenswert sei, dass nicht nur viele Kunden nach einer Reisemöglichkeit suchten, sondern sich auch verstärkt Fahrer anmeldeten.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen