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Eine Windböe hatte den Heliumballon erfasst und sogar auf den Boden gedrückt.
Eine Windböe hatte den Heliumballon erfasst und sogar auf den Boden gedrückt.(Foto: AP)

Felix Baumgartner bleibt am Boden: Wind verhindert Rekordversuch

Auffrischender Wind verhindert den Start des österreichischen Fallschirmspringers Felix Baumgartner mit einem Helium-Ballon in 36 Kilometer Höhe. Von dort aus wollte er zunächst im freien Fall zur Erde stürzen und nur mit Druckanzug und Helm bekleidet die Schallmauer durchbrechen. Ein neuer Startversuch ist noch unklar.

Blick in die Raumkapsel.
Blick in die Raumkapsel.(Foto: AP)

Der spektakuläre Rekordversuch des österreichischen Extremsportlers Felix Baumgartner ist am Dienstag wegen starken Windes abgebrochen worden. Der 43-Jährige wollte in Roswell im US-Bundesstaat New Mexico mit einem Heliumballon in die Stratosphäre aufsteigen und mit einem Sprung aus mehr als 36.000 Metern Höhe gleich mehrere Bestmarken aufstellen. n-tv.de berichtete im Liveticker über die Geschehnisse.

Der für 6.00 Uhr Ortszeit geplante Start war mehrfach verschoben worden, bis um 11.35 Uhr das Vorhaben aufgrund zu starker Böen am Boden endgültig abgebrochen wurde. Eine Böe drückte den bereits aufgeblasenen Ballon bis auf den Boden, so dass Schäden an der Hülle nicht ausgeschlossen werden konnten. Ob ein neuer Versuch unternommen wird, ist derzeit noch unklar. Der technische Leiter des Projekts hielt einen Start am Donnerstag für machbar. "Donnerstag ist ein Tag mit Potenzial", sagte auch der Wetterexperte Don Day. Das Zeitfenster sei allerdings klein, weil Regen angekündigt ist.

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Baumgartner wollte den Rekord für den höchsten bemannten Ballonflug, den höchsten Absprung mit dem Fallschirm sowie den längsten freien Fall aufstellen. Er wäre wohl der erste Mensch gewesen, der ohne technische Hilfsmittel - geschützt nur mit einem Druckanzug und einem Helm - die Schallmauer durchbrochen hätte.

Baumgartner hat sich in der Vergangenheit durch zahlreiche spektakuläre Aktionen einen Namen als Extremsportler gemacht. 2003 gewann er mit Carbon-Flügeln ein Wettrennen gegen ein Flugzeug. 2007 sprang er vom Wolkenkratzer Taipei 101.

Durchbruch der Schallmauer nach 30 Sekunden

Die Vorbereitung für das halsbrecherische Projekt läuft bereits seit fünf Jahren: Akribisch wurde jeder Schritt der Mission von Wissenschaftlern und Raumfahrt-Experten geplant.

Baumgartner wird kopfüber fallen, damit er eine möglichst hohe Geschwindigkeit erreicht.
Baumgartner wird kopfüber fallen, damit er eine möglichst hohe Geschwindigkeit erreicht.

Etwa 30 Sekunden nach dem Sturz in die Tiefe - in etwa 32 Kilometern Höhe - soll Baumgartner nach den bisherigen Pklänen die Schallmauer durchbrechen. Dafür muss er es schaffen, seinen Körper extrem starr zu halten. Dabei wird es nach Expertenangaben keinen Knall zu hören geben, wie er etwa beim Überschall-Jet Concorde typisch war, da der Luftwiderstand in so großer Höhe zu gering ist.

Etwa fünfeinhalb Minuten wird dann der freie Fall des Extremsportlers dauern. Im Idealfall zieht Baumgartner in einer Höhe von 1500 Metern selbst einen Fallschirm und landet wieder heil auf der Erde. Sollte er noch in der Luft ins Trudeln geraten, wird sich ein Fallschirm automatisch öffnen.

Sieben Ärzte stehen Baumgartner während der Mission zur Verfügung, die sich sowohl am Boden als auch in einem Helikopter in der Luft positionieren. Umliegende Krankenhäuser sind über den Sprung informiert und haben spezielle Druckkammern vorbereitet, in denen er im Notfall behandelt werden könnte.

Das 1315 Kilogramm schwere Modul wird nach dem Absprung per Fernsteuerung vom Heliumballon losgelöst und mittels eines Fallschirm-Systems langsam auf die Erde abgesenkt. Ein eingebautes GPS-System ermöglichte dem Team jederzeit die Ortung.

Vier Rekorde sollten fallen

Baumgartner, der sich in den Tagen vor seinem Rekordvorhaben in Roswell erholt und Zeit mit seiner Familie verbracht hat, meldete sich kurz vor dem Sprung bei seinen Fans. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte er ein Video: "Ich weiß, dass ihr mir alle die Daumen drückt. Macht das auch weiterhin, denn es bedeutet mir sehr viel."

Bei einem erfolgreichen Sprung hätte der Salzburger gleich vier Rekorde brechen sollen: die höchste bemannte Ballonfahrt, den längsten freien Fall, die höchste im freien Fall erreichte Geschwindigkeit und den höchsten Absprung der Welt.

n-tv und n-tv.de übertragen auch den zweiten Versuch an diesem Donnerstag: mehr hier.

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Quelle: n-tv.de

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