Panorama

Fund auf Computer der NSU-Terroristin: Zschäpe besaß Kinderpornos

Sie muss sich vor Gericht wegen mehrerer Morde verantworten und nun wird Beate Zschäpe auch noch der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen. Eine Anklage wird es allerdings nicht geben.

Gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe wurde auch wegen des Besitzes kinderpornografischer Schriften ermittelt. Das Verfahren sei jedoch eingestellt worden, weil die zu erwartende Strafe im Verhältnis zu den Strafen für die terroristischen Taten "voraussichtlich nicht beträchtlich ins Gewicht" falle, gab die Staatsanwaltschaft Zwickau bekannt.

Das bedeutet: Das Verfahren wegen des Besitzes von Kinderpornografie wurde nicht weiter verfolgt, weil die sonstigen Vorwürfe – unter anderem die Mittäterschaft an zehn Morden – schwerer wiegen.

Der "Berliner Kurier" hatte berichtet, dass die Ermittler auf einem Computer Zschäpes kinderpornografische Dateien gefunden hätten. Der strafrechtliche Begriff der "pornografischen Schriften" umfasst auch beispielsweise Bilddateien. Zu Details machte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben; die entsprechenden Akten seien bereits archiviert.

Quelle: n-tv.de

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