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Die Bevölkerung ist 2015 so stark gewachsen wie zuletzt vor mehr als 20 Jahren.
Die Bevölkerung ist 2015 so stark gewachsen wie zuletzt vor mehr als 20 Jahren.(Foto: dpa)

700.000 neue Einwohner: Zuwanderung stützt Bevölkerungswachstum

Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist 2015 deutlich gestiegen. Ursache ist vor allem die starke Zuwanderung. Die Geburten- und Sterbezahlen sind allerdings noch immer problematisch.

Die Bevölkerungszahl in Deutschland ist letztes Jahr durch die Zuwanderung stark gestiegen. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass sich die Einwohnerzahl von knapp 81,2 Millionen bis zum Jahresende 2015 auf mindestens 81,9 Millionen erhöht hat. Dies dürfte der höchste Bevölkerungszuwachs seit 1992 sein. Damals wuchs die Bevölkerung innerhalb eines Jahres um 700.000 Einwohner.

Auch die Differenz aus Zuzügen nach Deutschland und Abwanderungen, der Wanderungssaldo, könnte 2015 einen neuen Rekordwert erreichen. Im vergangenen Jahr kamen nach Schätzungen der Statistiker mindestens 900.000 Menschen mehr nach Deutschland als auswanderten. Der Wanderungssaldo läge damit deutlich über dem Ergebnis von 2014 mit einem Plus von 550.000 Menschen und sogar über dem bisherigen Rekordzuwachs von 1992 mit knapp 800.000.

Inwieweit die 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge bereits in den Daten vollständig erfasst sind, ist allerdings noch unklar. Die Zahlen könnten daher noch einmal deutlich nach oben gehen.

Problematisch ist die Situation nach wie vor bei der Geburtenzahl: 2015 wurden 705.000 bis 730.000 Kinder lebend geboren und damit in etwa genauso viele wie im Vorjahr. Dennoch gab es 190.000 bis 215.000 weniger Geburten als Sterbefälle. 2014 lag das Geburtendefizit noch bei 153.000. Im Vergleich zu 2014 ist die Zahl der Sterbefälle im vergangenen Jahr um 37.000 bis 62.000 gestiegen.

Quelle: n-tv.de

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