Panorama

Raubeiniger ProvokateurBaselitz-Schau in Baden-Baden

20.11.2009, 13:03 Uhr
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Baselitz vor seinem Werk "Wir daheim" - die umgekehrten Köpfe sind sein Markenzeichen. (Foto: dpa)

Eine große Retrospektive in Baden-Baden gibt einen umfassenden Einblick in das Werk von Georg Baselitz - einen der bedeutendsten und teuersten Künstler der Gegenwart.

Vom 21. November an sind im Museum Frieder Burda und in der benachbarten Staatlichen Kunsthalle rund 140 Kunstwerke zu sehen, darunter etwa 80 Gemälde, mehr als 40 Zeichnungen sowie Skulpturen von den Anfängen bis heute. Die Schau dauert bis zum 14. März 2010.

Der heute 71-jährige Baselitz gilt als einer der bedeutendsten Gegenwartskünstler und als raubeiniger Provokateur. Sein Markenzeichen sind Bilder, in denen Menschen, Tiere, Natur oder Stillleben auf dem Kopf stehen.

Von Ost nach West

Geboren wurde er als Hans-Georg Kern am 23. Januar 1938 im sächsischen Deutschbaselitz als Sohn eines Volksschullehrers – der Ortsname nahm er später in seinen Künstlernamen auf. 1962 heiratete Baselitz Elke Kretzschmar. Sie ist für viele seiner Motive Inspiration und Mutter seiner zwei erwachsenen Söhne.

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"Ohne Titel" (Foto: dpa)

Er studierte an der Ost-Berliner Hochschule für bildende und angewandte Kunst, wurde aber wegen "gesellschaftspolitischer Unreife" der Hochschule verwiesen. Danach wechselte er in den Westen und an die Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin.

1977 wurde Baselitz an die Karlsruher Kunstakademie berufen, 1978 zum Professor. Er hatte zahlreiche bedeutende Ausstellungen im In- und Ausland, war Documenta- und Biennale-Teilnehmer und wurde unter anderem mit dem Kaiserring der Stadt Goslar geehrt. Er gilt als einer der teuersten Künstler der Gegenwart. Baselitz lebt und arbeitet heute am Ammersee in Bayern und in Imperia an der italienischen Riviera.

Quelle: dpa