König erzählt die Schöpfungsgeschichte"Sondermann"-Preise vergeben
Der Zeichner Ralf König hält sich in der Gunst der Comic-Leser ganz oben. "Prototyp", Königs Version der Schöpfungsgeschichte, wurde von einer Publikumsjury zum besten nationalen Comic gewählt.
Der Zeichner Ralf König hält sich in der Gunst der Comic-Leser ganz oben. "Prototyp", Königs Version der Schöpfungsgeschichte (erschienen bei Rowohlt), wurde von einer Publikumsjury zum besten nationalen Comic gewählt. Er erhielt dafür auf der Frankfurter Buchmesse einen von sieben "Sondermann"-Preisen. Die Sieger in zwei Kategorien bestimmte eine Jury, über fünf weitere stimmten in diesem Jahr 36.000 Comicleser ab. Die Preise sind nicht dotiert.
Als besten Nachwuchszeichner ehrte die Jury Michael Meier, der im Harz aufgewachsen ist und in Kassel studiert hat. Sein Comic basiert auf dem Roman "Menschenfabrik" von Oskar Panizza (rotopolpress). "Meier gelingt das Kunststück, Panizzas Alptraum komisch zu machen, ohne der Geschichte den ihr innewohnenden Schrecken zu rauben", befanden die Juroren. Der Bernd-Pfarr-Sonderpreis der Jury ging an den Belgier Luc Zeebroek alias Kamagurka, der unter anderem im Satire-Magazin "Titanic" veröffentlicht. "Kamagurka ist ein Guerillacartoonist, er dringt in Humorgebiete vor, die nie zuvor ein Mensch betreten hat".
Der Publikumspreis für den besten internationalen Comic ging an die Comic-Version des Stephen-King-Romans "Der Dunkle Turm" (Heyne), an dem mehrere Zeichner mitgearbeitet haben. Bester internationaler Manga wurde "One Piece 48" (Carlsen), bester nationaler Manga "stupid story 2" von Anna Hollmann (Tokyopop). Als bester Cartoon wurde "Nichtlustig 4" von Joscha Sauer ausgezeichnet (Carlsen).