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Sie haben es geschafft: Etwa 186 Menschen ist die Flucht in die Europäische Union gelungen.
Sie haben es geschafft: Etwa 186 Menschen ist die Flucht in die Europäische Union gelungen.(Foto: REUTERS)
Montag, 07. August 2017

Flucht in die EU: 200 Migranten überrennen Grenze nach Ceuta

Immer wieder versuchen Migranten, den Grenzzaun, der Marokko von der spanischen Exklave Ceuta trennt, zu überwinden. Diesmal allerdings entscheiden sich 200 Flüchtlinge für eine andere Methode, um an dieser Stelle in die EU zu gelangen. Mit Erfolg.

Knapp 200 Menschen haben am Montagmorgen die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta überrannt. Die Flüchtlinge hätten um 5 Uhr einen Grenzposten gestürmt und seien auf spanisches Territorium vorgedrungen, berichten spanische Medien unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Insgesamt 186 Menschen sei es gelungen, auf europäischen Boden zu gelangen, vier seien dabei verletzt worden und müssten behandelt werden, teilte das Rote Kreuz auf Twitter mit.

In Ceuta wurden die Migranten in ein Aufnahmezentrum weitergeleitet, wo sie Asylanträge für Spanien stellen können. Fernsehbilder zeigten, dass viele von ihnen den gelungenen Grenzübertritt feierten: Sie warfen ihre Arme jubelnd nach oben, ein Mann kniete auf spanischem Boden nieder.

Tor nach Europa

Die Art des Ansturms sei sehr ungewöhnlich, berichtet die Zeitung "La Vanguardia". Normalerweise versuchten Migranten, den acht Kilometer langen und sechs Meter hohen Grenzzaun zu überwinden, der Ceuta vom marokkanischen Staatsgebiet trennt. Dass sie einen mit Sicherheitskräften bemannten Grenzposten stürmten und überrannten, sei schon lange nicht mehr vorgekommen, sagte ein Polizeisprecher.

Erst Anfang August war es 67 Afrikanern so gelungen, die EU zu erreichen. Allerdings gibt es dabei auch immer wieder viele Verletzte, weil die Grenzbeamten versuchen, die anstürmenden Menschen abzuwehren oder diese aus großer Höhe von dem doppelten Zaun springen.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus, die auf eine Chance hoffen, in die EU zu gelangen.

Quelle: n-tv.de

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