Politik

Liveticker zu Anschlägen in Brüssel: +++ 22:11 One World Trade Center erstrahlt in Blau-Weiß-Rot +++

Panne bei einer Solidaritätsaktion für die Terroropfer von Brüssel in New York: In der Nacht zum Mittwoch erstrahlte die Antenne des One World Trade Centers in den Farben der französischen Trikolore Blau-Weiß-Rot. Die Verantwortlichen hatten die französischen mit den belgischen Landesfarben Schwarz-Gelb-Rot verwechselt. Zuvor hatte das Management des One World Trade Centers mitgeteilt, dass man sich mit den Menschen in Belgien solidarisch zeigen wolle.

(Foto: imago/Xinhua)

+++ 21:44 Zahl der Verletzten steigt auf 300 +++
Die Zahl der bei den Brüsseler Terroranschlägen verletzten Menschen ist erneut nach oben korrigiert worden. Nach aktuellen Zahlen erlitten nicht 270, sondern 300 Personen leichte oder schwere Verletzungen. Die Hälfte von ihnen liegt noch in Krankenhäusern, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. 61 Menschen mussten demnach auf einer Intensivstation behandelt werden. Die Zahl der Todesopfer liege unverändert bei 31, hieß es. Der Anstieg der Zahl wurde unter anderem damit erklärt, dass eine Reihe von Verletzten infolge der Explosionen unter Hörproblemen litten. Sie meldeten sich teilweise erst mit Verspätung in den Krankenhäusern.

+++ 21:35 Mogherini: Krieg in Syrien beenden, um Terror zu bekämpfen +++
Nach den Terroranschlägen in Brüssel drängt die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini zu verstärkten Anstrengungen für ein Ende des Krieges in Syrien. Die Bedrohung Europas habe klar mit der Ausbreitung der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien zu tun, sagte sie. Wenn Europa der Terrorgefahr effektiv begegnen wolle, müsse es mehr für die Beendigung des Krieges und dafür tun, dass alle Kräfte auf den Kampf gegen den IS konzentriert werden. Dafür sei es wichtig, dass bei den Genfer Syrien-Gesprächen Einigung über einen politischen Übergangsprozess erzielt werde. Auf die Frage, ob die EU weiter der Ansicht sei, dass Syriens Präsident Baschar al-Assad verschwinden müsse, antwortete Mogherini ausweichend. Sie habe die Notwendigkeit eines politischen Übergangsprozesses betont, sagte sie und fügte hinzu: "Ich denke, dass ist klar genug."

+++ 20:53 AP: 400 Kämpfer speziell für Angriffe in Europa trainiert +++
Der IS hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AP 400 Kämpfer speziell für Angriffe in Europa ausgebildet. Diese sollen demnach Anschläge wie in Paris und Brüssel durchführen und selbst entscheiden, wann sie die Angriffe durchführen, um maximalen Schaden anzurichten. AP beruft sich auf Angaben unterschiedlicher, nicht näher genannter europäischer und irakischer Geheimdienstvertreter.

+++ 20:32 Netanjahu fordert weltweiten Kampf gegen Terror +++
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach den Anschlägen in Brüssel und Istanbul einen globalen Kampf gegen den Terrorismus gefordert. "Die ganze Welt hat mit dem Ansturm des Terrors zu kämpfen, und wir müssen zusammenarbeiten, um ihn zu besiegen", sagte Netanjahu. Das israelische Volk erfahre seit Jahren am eigenen Leib, was solche Anschläge bedeuteten. "Ich habe Belgien jede Hilfe bei der Terrorbekämpfung angeboten." Wurzel des Terrors seien nicht Entbehrung, Frustration oder Besatzung, sondern Hoffnung, meinte Netanjahu: "Die Hoffnung, dass IS ein islamisches Kalifat in Europa errichten kann."

+++ 19:44 Anschlag sollte ursprünglich an Ostermontag stattfinden +++
Der Anschlag auf den Flughafen und due Metro in Brüssel sollte eigentlich an Ostermontag stattfinden. Das berichtet der belgische Fernsehsender "VTM" unter Berufung auf eine angeblich gesicherte, aber nicht näher genannte Quelle. Damit hätten die Attentäter einen christlichen Feiertag treffen wollen. Nach der Verhaftung Abdeslams jedoch sei der Anschlag vorgezogen worden.

+++ 19:25 Polizei bestätigt Tod von Laachraoui +++
Najim Laachraoui wurde als Flughafen-Attentäter identifiziert. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeikreise.

+++ 18:54 Belgische Medien: Dritter Attentäter tot +++
Der seit Tagen gesuchte Terrorverdächtige Najim Laachraoui ist nach belgischen Medienberichten tot. Er sei einer der Selbstmordattentäter gewesen, die sich am Dienstag auf dem Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt hatten, berichtete der Sender RTBF.

+++ 18:49 Flughafen in Brüssel bleibt auch Freitag geschlossen +++
Der Flughafen von Brüssel bleibt auch Freitag geschlossen. Das meldet die Nachrichtenagentur Belga.

+++ 18:41 Belgische Atombehörde: Für AKWs besteht Terrorgefahr +++
Nach den Anschlägen von Brüssel besteht nach Einschätzung der belgischen Atomaufsicht grundsätzlich auch eine Terrorgefahr für die heimischen Kernkraftwerke. In Belgien gelte aktuell die höchste Terrorwarnstufe 4, damit bestehe auch eine offensichtliche Gefahr für Atomkraftwerke, sagte ein Sprecher der Atomaufsichtsbehörde AFCN. Es gebe aber keine spezifischen Hinweise darauf, dass Terroristen Atomkraftwerke im Visier haben, sagte Lodewijk van Ladel. "Aber sie sind eines von möglichen Zielen terroristischer Anschläge."

Ibrahim El Bakraoui
Ibrahim El Bakraoui(Foto: imago/Reporters)

+++ 18:32 Erdogan nennt Namen von ausgewiesenem Terroristen +++
Der türkische Staatspräsident Erdogan nennt den Namen, des mutmaßlich nach Belgien ausgewiesenen Terroristen. Demnach soll es sich um Ibrahim El Bakraoui handeln. Ibrahim hatte sich am Brüsseler Flughafen in die Luft gesprengt. Sein Testament war in einem Mülleimer gefunden worden.

+++ 18:07 "Haaretz": Belgischer Geheimdienst hatte konkrete Warnungen +++
Der belgische Geheimdienst soll nach einem israelischen Zeitungsbericht konkrete Warnungen vor den Terroranschlägen in Brüssel bekommen haben. Auch andere westliche Geheimdienste seien im Bilde gewesen, schrieb die Zeitung "Haaretz". Das Blatt nannte allerdings keine genauen Quellen für seine Informationen. Die belgischen Sicherheitsbehörden hätten "mit großer Sicherheit" gewusst, dass in naher Zukunft Anschläge am Flughafen und offenbar auch in der Metro geplant seien, berichtete die links-liberale Zeitung in ihrer Online-Ausgabe.

+++ 17:42 Erdogan: Brüssel-Attentäter wurde aus Türkei ausgewiesen +++
Einer der Attentäter von Brüssel ist nach Angaben des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im vergangenen Jahr aus der Türkei ausgewiesen worden. Die belgischen Behörden hätten den Mann nach der Ausweisung im Juli aber trotz der Warnungen der Türkei freigelassen, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara.

+++ 17:40 BND-Chef Schindler fordert mehr Überwachung +++
BND-Präsident Gerhard Schindler setzt nach den Anschlägen von Brüssel und Paris auf eine stärkere Überwachung von Verdächtigen. Bei den Anschlägen seien viele Terroristen in Netzwerken organisiert und einige auch den Behörden bekannt gewesen, sagte der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Hamburg. "Für die Nachrichtendienste bedeutet dies, dass wir noch stärker in diese Netzwerke infiltrieren müssen mit menschlichen Quellen." Außerdem müsse die technische Überwachung der Kommunikation der Terroristen "wirkungsvoll gestaltet" werden. Generell gelte für ihn, «dass Nachrichtendienste notwendiger denn je sind, denn wir brauchen Informationen weit vor den Anschlägen, um sie zu verhindern, statt Informationen nach den Anschlägen".

+++ 17:19 Juncker: Haben bereits Vorschläge für mehr Sicherheit +++
Nach den Terroranschlägen von Brüssel hat EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker darauf hingewiesen, dass konkrete Vorschläge für mehr Sicherheit in Europa bereits seit mehreren Monaten auf dem Tisch liegen. "Alle grundlegenden Elemente für eine Sicherheitsunion sind von der Kommission vorgeschlagen worden", sagte der Luxemburger bei einer Pressekonferenz mit dem französischen Premierminister Manuel Valls. Es sei an den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, diese zu beschließen.

+++ 16:53 Attentäter stand auf Interpol-Fahndungsliste +++
Einer der mutmaßlichen Terroristen von Brüssel, Khalid el-Bakraoui, stand auf der Fahndungsliste von Interpol – nach ihm wurde weltweit gesucht. Der Vorwurf lautete Terrorismusverdacht. Sein Bruder Ibrahim stand nicht auf der Fahndungsliste.

Khalid el-Bakraoui
Khalid el-Bakraoui(Foto: imago/Reporters)

+++ 16:44 National-Elf spielt in Trauerflor gegen England +++
Mit einer Schweigeminute werden Spieler und Fans vor dem Fußball-Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England am Samstag der Opfer der Terroranschläge von Brüssel gedenken. "Die Ereignisse sind sicherlich schrecklich, haben uns sicher nachdenklich gestimmt", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Der Weltmeister wird im Berliner Olympiastadion mit Trauerflor auflaufen. "Für uns als Verantwortliche ist es wichtig, dass wir das Bestmögliche tun, um die Sicherheit bei den Spielen zu gewährleisten. Das Wichtigste ist die Sicherheit der Menschen", sagte Teammanager Oliver Bierhoff. Das Spiel in Berlin wird unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen ausgetragen.

+++ 16:35 EU-Innenminister kommen zu Sondertreffen zusammen +++
Nach den Anschlägen von Brüssel kommen die EU-Innen- und Justizminister am Donnerstag zu einem Sondertreffen zusammen. Die Minister der 28 Mitgliedstaaten würden am Nachmittag in der belgischen Hauptstadt zusammenkommen, teilte die niederländische EU-Ratspräsidentschaft mit.

+++ 16:23 Neun Deutsche verletzt, eine Person vermisst +++
Bei den Anschlägen sind nach Informationen der "Bild"-Zeitung neun deutsche Staatsbürger verletzt worden. Eine Deutsche wird demnach vermisst. Dabei soll es sich um eine Frau aus Aachen handeln, so "Bild". Weil bei den Terroranschlägen in Brüssel auch Deutsche verletzt wurden, will die Bundesanwaltschaft ermitteln. "Wir leiten ein Ermittlungsverfahren ein", sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde. Die Zuständigkeit der obersten deutschen Strafverfolgungsbehörde ergebe sich immer dann, wenn Deutsche unter Terroropfern sind.

+++ 16:11 Belgische AKWs stocken Personal wieder auf +++
Nach den Anschlägen in Brüssel haben die belgischen Atomkraftwerke an den Standorten Doel und Tihange ihr Personal wieder aufgestockt. Es sei wieder die übliche Belegschaft im Einsatz, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Betreiberfirma. Demnach gelten aber noch erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

+++ 15:48 Bericht: Ermittler finden weitere Leiche +++
Am Brüsseler Flughafen haben die Ermittler einem Bericht der Agentur Belga eine weitere Leiche entdeckt. Belga beruft sich auf eine "zuverlässige Quelle". Damit würde die Zahl der Todesopfer der Anschläge auf 32 steigen.

+++ 15:35 Flughafen Brüssel auf unbestimmte Zeit geschlossen +++
 

+++ 15:06 Deutsche Bahn verbietet Foto- und Filmaufnahmen +++
Nach den Terroranschlägen von Brüssel dürfen Medien auf deutschen Bahnhöfen "bis auf Weiteres" keine Foto- oder Filmaufnahmen machen. Private Fotos und Videos sind aber erlaubt. Einen konkreten Grund für die Auflagen nannte eine Sprecherin nicht.

+++ 14:59 Belgisches Königspaar besucht Flughafen +++
Das belgische Königspaar besucht den Brüsseler Flughafen. Sie wollen dabei auch mit den Rettungskräften vor Ort sprechen. Zuvor waren Philippe und Mathilde bereits in der Notaufnahme des Erasmus-Krankenhauses, um den Einsatzkräften für ihre Arbeit zu danken.

 

+++ 14:37 Länderspiel der Belgier wird nach Portugal verlegt +++
Das zunächst abgesagte Testspiel der belgischen Fußball-Nationalmannschaft findet nun doch am kommenden Dienstag statt. Die Portugiesen springen als Gastgeber ein, das Spiel wird nun in Leira ausgetragen.

+++ 14:32 Queen ist "tief schockiert und betrübt" +++
Auch Queen Elizabeth II drückt den Angehörigen der Terroropfer ihr Beileid aus. Sie und ihr Ehemann Prinz Philip seien "tief schockiert und betrübt", sagte sie. Die Anschläge bezeichnete das Königspaar als eine "schreckliche Serie von Ereignissen".

Der niederländische Monarch Willem-Alexander verurteilte die Anschläge als "feige und schrecklich". "Wir müssen standhaft bleiben", sagte er bei einem symbolischen Besuch eines Den Haager Viertels, in dem viele Muslime leben.

+++ 14:20 Löw fühlt sich an Paris erinnert +++
Fußball-Bundestrainer Joachim Löw reagiert betroffen auf die Terroranschläge in Brüssel. "Die Ereignisse, die gestern passiert sind, sind schrecklich und haben uns nachdenklich gestimmt", sagte Löw vor dem Länderspiel gegen England in Berlin. Ihm seien natürlich auch die Bilder von Paris wieder in den Kopf gekommen. Er hoffe, dass die EM in Frankreich friedlich verlaufe.

+++ 14:06 Unter den Verletzten sind mehrere Deutsche +++
Bei den Terroranschlägen in Brüssel sind auch mehrere Deutsche verletzt worden. Das Auswärtige Amt schloss auch nicht mehr aus, dass Bundesbürger getötet wurden. Mindestens ein Mann mit deutscher Staatsbürgerschaft erlitt schwere Verletzungen.

+++ 13:36 Das sind die Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft +++

(Foto: REUTERS)


Rekapitulieren wir kurz:

  • Ibrahim Al-Bakraoui ist einer der Selbstmordattentäter vom Flughafen. Er ist der Mann, der auf dem Fahndungsfoto in der Mitte zu sehen ist. Von ihm ist ein Testament gefunden worden
  • Der Mann auf der rechten Seite mit der hellen Jacke und dem Hut wurde vom Staatsanwalt namentlich nicht genannt. Berichte, wonach es sich um Najim Laachraoui handeln soll, sprach er nicht an.
  • Der dritte Mann auf der linken Seite sei unbekannt, betonte er.
  • Ibrahim Al-Bakraouis Bruder Khalid ist der Selbstmordattentäter aus der Metro.
  • Bei Durchsuchungen sind Sprengstoff und Material zum Bau einer Nagelbombe gefunden worden.
  • Ein Sprengsatz, laut Staatsanwalt der größte, wurde am Flughafen nicht gezündet. Er wurde von den Sicherheitskräften kontrolliert gesprengt.

+++ 13:27 Terrorverdächtiger mit Hut noch flüchtig +++
Der Verdächtige, der auf dem Fahndungsfoto vom Flughafen rechts mit einem Hut zu sehen ist, sei noch auf der Flucht. Der Staatsanwalt nannte seinen Namen nicht. Er habe eine große Reisetasche dabei gehabt, die den wohl größten Sprengsatz enthielt. Diesen hätten gestern Bombenexperten kontrolliert gesprengt. Dabei habe es keine Verletzten gegeben.

+++ 13:23 Polizei findet 15 Kilo Sprengstoff in Wohnung +++
Der Staatsanwalt berichtet zudem von den Durchsuchungen im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek. Demnach habe ein Taxifahrer die Ermittler auf diese Spur gebracht. In einer Wohnung habe die Polizei 15 Kilogramm Sprengstoff, ein Koffer voller Nägel sowie weitere Utensilien zum Bombenbau sichergestellt. Waffen haben die Ermittler demnach nicht gefunden. In weiteren durchsuchten Wohnungen habe man ebenfalls nichts verdächtiges entdeckt.

+++ 13:17 Auch Attentäter in Metro ist identifziert +++
Van Leeuw gibt zudem bekannt, dass auch der Selbstmordattentäter in der U-Bahn identifiziert sei. Es sei Ibrahim al-Bakraouis Bruder Khalid. Zudem beziffert er die Zahl der Toten auf 31, rund 260 Menschen seien verletzt.

+++ 13:14 Staatsanwalt: Testament von Ibrahim al-Bakraoui gefunden +++
Die Ermittler haben ein Testament des Terroristen Ibrahim al-Bakraoui gefunden. Darin äußerte er seine Verzweiflung darüber, zur Fahndung ausgeschrieben zu sein. Er wolle nicht in einer Zelle enden, habe er geschrieben. Ibrahim al-Bakraoui sei der Mann in der Mitte des Fahndungsfotos vom Flughafen, sagte Staatsanwalt Frédéric Van Leeuw.  Das Testament befand sich auf einem Computer, der in einem Müllbehälter in Schaerbeek gefunden wurde.

+++ 13:08 Bulgarien führt totale Grenzkontrollen ein +++
Bulgarien macht die EU-Außengrenze dicht. Nach den Anschlägen führt das Land verschärfte Ausweiskontrollen an, die auch für EU-Bürger gelten. Auch alle Fahrzeuge würden kontrolliert, berichtet der Fernsehsender bTV.

+++ 13:00 Rasches Sondertreffen der EU-Innenminister +++
Die EU-Innenminister berufen nach den Brüsseler Anschlägen eine Sondersitzung ein. Die Minister würden "binnen Tagen" zu Gesprächen zusammenkommen, sagte EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos. Thema werde die Sicherheitslage sein. Er fügte hinzu, es sei notwendig, dass der Informationsaustausch zwischen den einzelnen Ländern verbessert werde.

+++ 12:50 Etwa 1500 Transit-Passagiere sitzen in Brüssel fest +++
Nach den Terroranschlägen am Brüsseler Flughafen haben mehr als Tausend Flugpassagiere die Nacht in Behelfsunterkünften verbracht. Etwa 1500 Transitpassagiere seien unter anderem in einer Sporthalle in dem Ort Haasrode sowie einer Turnhalle in Zaventem nahe des Flughafens untergekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf Provinzgouverneur Lodewijk De Witte. Hotels in der belgischen Hauptstadt boten Betroffenen der Terroranschläge kostenlose Zimmer an.

+++ 12:41 Israelischer Minister attackiert belgische Behörden +++
Der israelische Geheimdienstminister Israel Katz hat nach den Terroranschlägen von Brüssel die Einstellung der Belgier zum militanten Islam scharf kritisiert. "Wenn sie in Belgien weiter Schokolade essen und das Leben genießen (...) und nicht klar feststellen, dass ein Teil der Muslime, die dort leben, Terror organisieren, dann können sie sie auch nicht bekämpfen", sagte er im israelischen Rundfunk. "Wir befinden uns auf dem Höhepunkt eines Kriegs, einer Attacke des radikalen Islams gegen die westliche Kultur, gegen die westlichen Demokratien, zu denen auch Israel gehört." Es handele sich um einen "Weltkrieg anderer Art", sagte der Minister von der rechtsorientierten Regierungspartei Likud.

+++ 12:23 Länderspiel Belgien gegen Portugal wird abgesagt +++
Nach den Terroranschlägen von Brüssel wird das für kommenden Dienstag geplante Fußball-Länderspiel zwischen Belgien und Portugal abgesagt. Die Stadt Brüssel habe aus Sicherheitsgründen und als Vorsichtsmaßnahme darum gebeten, teilt der belgische Verband.

Video

+++ 12:19 Polizei dementiert Berichte über Festnahme +++
Noch einmal der letzte Stand zur angeblichen Festnahme von Najim Laachraoui: Die Polizei dementiert gegenüber belgischen Medien, dass der Mann gefasst sei. Das Portal Politico, das eine Bestätigung aus Regierungskreisen erhalten haben wollte, rückt von seiner Darstellung auch ab. Demnach seien die Ermittler Laachraoui zwar auf der Spur, hätten ihn aber noch nicht gefunden.

+++ 12:13 Tote und Verletzte stammen aus etwa 40 Nationen +++
Der Terror von Brüssel galt nicht nur Belgien, sondern auch der EU und dem Westen insgesamt. Dass die Terroristen eine U-Bahnstation im Herzen des EU-Viertels als Ziel wählten, zeigt dies deutlich. Auch eine Zahl symbolisiert, die internationale Dimension: Der belgische Außenminister Didier Reynders sagte, die Toten und Verletzten stammten aus etwa 40 Ländern.

+++ 12:03 Brüsseler beschließen Gedenkminute mit Applaus +++
Auch auf dem Börsenplatz im Zentrum Brüssels haben sich viele Menschen zur Schweigeminute getroffen. Im Anschluss an die Gedenkminute brandete Applaus auf - ein bewegendes Symbol des Trotzes und des Zusammenhalts.

+++ 12:00 Schweigeminute +++
In ganz Belgien gedenken die Menschen mit einer Schweigeminute der Opfer von Brüssel. Danach sollen im ganzen Land die Kirchenglocken läuten.

+++ 11:58 Helfer bekommen hohen Besuch +++
Premier Charles Michel, Gesundheitsministerin Maggie de Block und das belgische Königspaar haben sich mit Ärzten des Erasmus-Krankenhauses in Anderlecht getroffen, die gestern im Einsatz waren. De Block twitterte: "Sie haben gestern Leben gerettet!"

 

+++ 11:49 Regierungsvertreter bestätigt Festnahme +++
Es klären sich nun die Verwirrungen um die Festnahme Laachraoui. Ein Regierungsvertreter hat diese nun gegenüber dem Portal Politico bestätigt.

+++ 11:34 Ermittler geben um 13 Uhr eine Pressekonferenz +++
Die Informationslage an diesem Vormittag ist noch etwas unklar: Ist Najim Laachraoui verhaftet? Welcher der Bakraoui-Brüder war an welchen Anschlagsort beteiligt? Die Staatsanwaltschaft will ihren Stand der Ermittlungen heute um 13 Uhr bekannt geben.

+++ 11:28 Laachraoui womöglich doch nicht gefasst +++
Belgische Journalisten wollen aus Sicherheitskreisen erfahren haben, dass die Festnahme von Najim Laachraoui nicht erfolgt sei. Mehrere Medien aus Belgien hatten dies zuvor berichtet.

+++ 11:17 Metrostation Maelbeek bleibt wochenlang geschlossen +++
Die Metrostation Maelbeek wird wochenlang geschlossen bleiben. Das sagt der Bürgermeister Brüssels, Yvan Mayeur. Die Brüsseler Verkehrsbetriebe Stib konnten das Ausmaß des Schadens an der Station am Mittwoch noch nicht einschätzen. Die Ermittlungen vor Ort liefen noch, die Mitarbeiter hatten keinen Zugang. Mayeur sprach im Sender Bel RTL von einer "extrem heftigen Explosion".

Najim Laachraoui
Najim Laachraoui(Foto: dpa)

+++ 10:49 Bericht: Laachraoui in Anderlecht festgenommen +++
"La Dernière Heure" meldet, Najim Laachraoui sei festgenommen worden. Demnach sei der Zugriff im Brüsseler Vorort Anderlecht erfolgt.

+++ 10:31 Justiz prüft Beteiligung von weiterem Abdeslam-Vertrautem +++
Womöglich ist der Name eines weiteren Beteiligten an den Anschlägen von Brüssel bekannt. Wie HLN.be unter Berufung auf einen belgischen Journalisten beruft, prüft Belgiens Justiz, ob Mohamed Abrini einer der Täter ist. Er könnte demnach der Mann mit dem Hut sein, der auf dem Überwachungsfoto zu sehen ist, mit dem die Ermittler nach den Anschlägen am Flughafen nach einem dritten Täter suchen. Der 30-Jährige war am 11. November, zwei Tage vor den Anschlägen von Paris, an einer Tankstelle in Ressons gefilmt worden. Abrini saß am Steuer eines gemieteten Renault Clio, der bei den Attentaten verwendet worden war. Abrini wird per internationalem Haftbefehl gesucht.

 

+++ 10:16 Brüsseler erdulden strenge Sicherheitskontrollen +++
 Ein Foto des Nachrichtenportals HLN.be zeigt, dass die Menschen in Brüssel strengen Sicherheitskontrollen in den Bahnhöfen unterzogen werden. In den Eingangshallen stauen sich die Menschen:

+++ 10:05 Flughafen von Toulouse ist wieder geöffnet +++
In Toulouse hat sich die Lage geklärt. Die Sicherheitskontrolle eines verdächtigen Gegenstands sei beendet, teilt der Flughafen mit. Der Verkehr werde nun wieder aufgenommen.

+++ 10:01 Deutsche Polizei kontrolliert weiter an Grenze +++
Die deutsche Polizei kontrolliert weiter die Grenzregion zu Belgien und Luxemburg. Ein Sprecher des Innenministeriums Rheinland-Pfalz sagte, am Abend würden Informationen aus Belgien erwartet. Dann werde entschieden, ob die Kontrollen aufrecht erhalten bleiben. Rheinland-Pfalz grenzt, ebenso wie Nordrhein-Westfalen, am Belgien.

+++ 09:50 Schwerbewaffnete prägen das Bild in Brüssel +++

Schwerbewaffnete Polizisten sichern die Metrostation Maelbeek ab.
Schwerbewaffnete Polizisten sichern die Metrostation Maelbeek ab.(Foto: imago/Belga)
Szene auf dem Brüsseler Börsenplatz
Szene auf dem Brüsseler Börsenplatz(Foto: dpa)

Am Morgen setzen die Menschen in Brüssel das öffentliche Leben fort. Von Normalität kann aber natürlich nicht die Rede sein. Der Nahverkehr nahm mit Einschränkungen den Betrieb wieder auf. Überall patrouillieren jedoch Soldaten und Polizisten. Der Flughafen bleibt geschlossen. Auf dem Börsenplatz im Zentrum versammelten sich am Morgen wie schon am Dienstag zahlreiche Menschen, um der Opfer zu gedenken. Einige zündeten Kerzen an. Auf dem Boden standen mit Kreide Worte wie "Solidarität", "Wir sind eins" oder "Liebe Brüssel". Auf einem Transparent stand auf Flämisch und Französisch "Wir sind Brüssel". Neben einer belgischen Fahne war "Vereint gegen den Hass" zu lesen. Am Mittag soll es eine Schweigeminute geben.

+++ 09:43 Passagiere warten vor Flughafen von Toulouse +++
Während mehr und mehr über die Täter von Brüssel bekannt wird, ist die Lage am Flughafen Toulouse noch unklar. Vor dem Gebäude warten Hunderte Passagiere. Die Räumung sei wegen einer "Sicherheitsinspektion" erfolgt, teilten örtliche Behörden und die Polizei mit. Der nicht näher benannte Gegenstand wurde im Inneren des Flughafens entdeckt, die Untersuchungen dazu dauerten an, wie die Präfektur erklärte. Das Hauptgebäude des Flughafens wurde am frühen Morgen zunächst geräumt, dann wurde eine der Abfertigungshallen wieder geöffnet.

Najim Laachraoui
Najim Laachraoui(Foto: dpa)

+++ 09:31 Das weiß man über den mutmaßlichen dritten Mann +++
Was ist über den mutmaßlichen dritten Mann bekannt? Laut "La Dernière Heure" ist Najim Laachraoui 24 oder 25 Jahre alt. Er steht in Verbindung zu den Attentaten von Paris, manche sehen in ihm einen der Drahtzieher. Seine DNA soll auf Sprengstoff gefunden worden sein, der bei den Anschlägen von 13. November 2015 verwendet wurde. Er soll im Februar 2013 nach Syrien gereist sein und ist im vergangenen Jahr offenbar nach Belgien zurückgekehrt. Anfang September 2015 wurde er mit der falschen Identität Soufiane Kayal an der österreichisch-ungarischen Grenze kontrolliert. Damals war er in Begleitung von Mohamed Belkaid, einem 35-jährigen Algerier, der vergangenen Freitag in Forest erschossen wurde. Er hatte unter dem falschen Namen Soufiane Kayal ein Haus im Süden Belgiens angemietet. Dort waren die Anschläge von Paris vorbereitet worden. Am Abend des 13. Novembers 2015, als sich die Pariser Attentate ereigneten, soll er telefonisch in Verbindung mit den Terroristen in Frankreich gestanden haben.

+++ 09:18 Khalid al Bakraoui wegen Carjackings verurteilt +++
Auch Khalid al Bakraoui ist der Polizei bekannt. Er stand laut  "La Dernière Heure" 2011 vor Gericht. Demnach wurde er wegen Carjackings, also dem Raub eines Autos unter Androhung von Gewalt, verurteilt. Er soll dabei eine Kalaschnikow verwendet haben. Das Urteil lautete auf fünf Jahre ohne Bewährung.

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+++ 09:13 Ibrahim al Bakraoui offenbar vorbestraft +++
Die "La Dernière Heure" weiter berichtet, wurde Ibrahim al Bakraoui im Oktober 2010 verurteilt, weil er mit einer Kalaschnikow auf Polizisten geschossen hatte. Mit einem Komplizen soll er einen Börsenmakler beraubt haben. Al Bakraoui soll im Fluchtwagen gewartet haben. Als die Polizei die Räuber stoppen wollte, schoss al Bakraoui. Er verwundete einen der Beamten. Das Urteil soll damals auf neun Jahre Gefängnis gelautet haben.

+++ 09:08 Einer der Brüder wohl doch wegen Terrorverdachts gesucht +++
Es gibt neue Informationen über die beiden mutmaßlichen Attentäter von Brüssel. Entgegen ersten Angaben soll laut "La Dernière Heure" nach einem von ihnen doch wegen Terrorverdachts gesucht worden sein. Nach dem anderen wegen einer noch nicht vollstreckten Strafe. Es sollen die beiden Männer gewesen sein, die nach der Schießerei in Forest in der vergangenen Woche fliehen konnten. In der Wohnung, die die Polizei dort anschließend durchsuchte, waren auch Fingerabdrücke von Salah Abdeslam gefunden worden.

+++ 08:58 Gesundheitsministerin: "Ungefähr 31 Tote" +++
Noch immer gibt es widersprüchliche Angaben darüber, wie viele Menschen bei den Attentaten zu Tode gekommen sind. Belgiens Gesundheitsministerin Maggie de Block gab die Zahl mit "ungefähr 31" an. Zudem habe es 260 Verletzte gegeben. Zuvor war von 34 Toten und 230 Verletzten die Rede gewesen. Die offiziellen Angaben gingen noch auseinander, weil noch nicht alle Opfer identifiziert seien, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Die 31 Toten, die De Block am Morgen im Radio nannte, sind nach Angaben ihrer Mitarbeiter jene Menschen, deren Tod eindeutig festgestellt sei. "Die Zahl kann noch steigen", hieß es weiter.

+++ 08:49 Einer der Al Bakraouis womöglich Attentäter in Metro +++
Belgische Medien machen unterschiedliche Angaben darüber, an welchen Orten die Al Bakraouis Anschläge verübt haben. Laut RTBF sollen sie sich am Flughafen in die Luft gesprengt haben. VRT berichtet dagegen, einer der beiden habe den Anschlag in der Metrostation verübt.

+++ 08:41 Dritter Mann soll Najim Laachraoui sein +++
Einem Bericht des Boulevardblatts HLN zufolge könnte auch der Name des dritten Manns am Flughafen nun bekannt sein. Es könnte sich um den Syrienrückkehrer Najim Laachraoui handeln. Auch nach ihm wird schon seit Wochen wegen möglicher Verbindungen zu den Pariser Attentaten gesucht.

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+++ 08:38 Nach al Bakraouis wurde bereits gefahndet +++
Noch ein paar Informationen über die Brüder al Bakraoui: Nach ihnen wurde bereits seit geraumer Zeit wegen möglicher Verbindungen zu den Attentaten von Paris gefahndet.  Sie sollen 27 und 30 Jahre alt gewesen sein.

+++ 08:26 CSU-Mann Mayer sieht "Parallelgesellschaften" in Frankreich und Brüssel +++
Der CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer übt Kritik an der Zusammenarbeit der EU-Staaten bei der Terrorprävention. "Es gab nach den schrecklichen Attentaten von Paris sehr schnell entsprechende Festlegungen zwischen den Innenministern der EU, dass man sich noch stärker konzertieren will", sagte er n-tv. Vor diesem Hintergrund sei es "unverständlich, dass es so lange möglich war, sich in Brüssel zu verstecken. Das liegt möglicherweise durchaus auch daran, dass sich Parallelgesellschaften gebildet haben, insbesondere in Frankreich, aber auch in Brüssel."

+++ 08:17 Flughafen von Toulouse wird evakuiert +++
Der Flughafen im südfranzösischen Toulouse wird geräumt. Ein verdächtiger Gegenstand veranlasste die Sicherheitskräfte zu dem Schritt. Es handelt sich demnach um ein Paket oder Gepäckstück.

+++ 08:12 Khalid al Bakraoui soll in Forest gelebt haben +++
RTBF zufolge lebte Khalid unter falscher Identität im Brüsseler Vorort Forest. In dieser Gemeinde hatte die Polizei bei der Durchsuchung einer Wohnung Ende vergangener Woche Fingerabdrücke des Paris-Attentäters Salah Abdeslam gefunden.

+++ 08:09 Brüder al Bakraoui sind polizeibekannt +++
Die Brüder al Bakraoui sind der Polizei dem Sender RTBF zufolge bereits bekannt. Allerdings sind sie nicht wegen terroristischer Aktivitäten aufgefallen, sondern wegen Bandenkriminalität.

+++ 08:01 Ermittler identifizieren zwei der Attentäter +++
Offensichtlich ist die Identität von zwei Attentätern von Brüssel bekannt. Das meldet der Sender RTBF. Demnach handelt es sich um die Brüder Khalid und Ibrahim al Bakraoui.

+++ 07:43 Polizei fahndet nach einem blauen Audi +++
Am Grenzübergang in Aachen sind die Kontrollen immer noch verschärft. Aus Ermittlerkreisen heißt es, dass nach einem blauen Audi S4 gefahndet werde. Generell wird aber jedes vierte Auto kontrolliert. Vor allem Pkws mit männlichen Insassen werden unter die Lupe genommen. Außerdem im Fokus: Autos mit abgedunkelten Scheiben und Lieferwagen.

+++ 07:35 EU-Parlamentarier fordert länderübergreifende Ermittlerteams +++
Jan Philipp Albrecht, Abgeordneter der Grünen im EU-Parlament, betonte in der ARD, dass der Kampf gegen den Terrorismus länderübergreifend zusammenarbeiten müsse. Man brauche gemeinsame Ermittlerteams. Gute effektive Arbeit der Polizei widerspreche nicht dem Datenschutz, so Albrecht.

Flüge nach Brüssel wurden auch einen Tag nach den Anschlägen abgesagt.
Flüge nach Brüssel wurden auch einen Tag nach den Anschlägen abgesagt.(Foto: imago/7aktuell)

+++ 07:25 Bahnverkehr rollt wieder, Flughafen bleibt geschlossen +++
Der Bahnverkehr in Belgien ist wieder angerollt. Reisende müssten mit verstärkten Kontrollen rechnen, teilte die Bahngesellschaft SNCB-NMBS. Nur der Bahnhof Brüssel-Schumann mitten im Europaviertel, die Station am Flughafen und einige kleinere Brüsseler Bahnhöfe blieben geschlossen. Größere Einschränkungen gibt es nach wie vor beim öffentlichen Nahverkehr in der EU-Hauptstadt. Die Brüsseler U-Bahnen verkehren nach Angaben der Betreibergesellschaft STIB-MIVB nur eingeschränkt, auf einigen Linien gar nicht. Unter anderem wird die Station Maelbeek, wo am Dienstagmorgen ein Sprengsatz in einem Metrozug explodierte, bis auf weiteres nicht angefahren. Der Brüsseler Flughafen bleibt am Mittwoch geschlossen. Die Ermittler untersuchten weiter den abgesperrten Tatort, teilte die Betreibergesellschaft mit. Deshalb habe man die Schäden in der Abflughalle noch nicht abschätzen können. Am Mittwoch solle festgestellt werden, wann der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden könne.

+++ 07:13 De Maizière fordert besseren Austausch der Nachrichtendienste +++
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) fordert eine bessere Kooperation der europäischen Nachrichtendienste. Der Datenaustausch müsse optimiert werden. Es bringe nichts, wenn mehrere Quellen in Europa auf ihren Informationen sitzen. Die Behörden müssten miteinander verknüpft werden. Zudem schwebt de Maizière eine räumliche Zusammenfassung zu einer gemeinsamen Behörde vor.

+++ 07:03 Experten erwarten kaum Auswirkungen auf den Dax +++
Für heute erwarten Experten keine Auswirkungen der Terroranschläge auf den Dax. Zwar dürften Unternehmen wie Lufthansa und Fraport leicht unter Druck stehen. Bereits gestern hatten die Terroranschläge besonders in der Reisebranche Spuren hinterlassen. Am Ende des Tages schloss der Dax aber mit einem Gewinn von 0,42 Prozent bei 9999,00 Punkten.

+++ 06:45 Obama ordnet Trauerbeflaggung an +++
Unter den Verletzten der Terroranschläge von Brüssel sind auch mehrere US-Amerikaner. Präsident Barack Obama ordnete aus Trauer und Anteilnahme mit den Opfern und Hinterbliebenen Trauerbeflaggung an allen Regierungsgebäuden der USA sowie auf Militärbasen, Schiffen und Botschaften im Ausland an.

+++ 06:38 Belgier beraumen Schweigeminute an +++
Die Brüsseler Regionalregierung hat für heute Mittag zu einer Schweigeminute aufgerufen.

+++ 06:27 Belgische Medien kritisieren "Gesellschaftsproblem"  +++
Die Kommentare in den belgischen Zeitungen schwanken am Morgen nach den Terroranschlägen zwischen Fassungslosigkeit und Durchhalteparolen. Hier ein Kommentar aus "De Tijd": "Sicherheitsmaßnahmen allein sind nicht genug. Bloße Gebärden der Macht sind selbst eine sehr ohnmächtige Waffe. (...) Jugendliche, die mit den 'Syrienhelden' sympathisieren, die Abdeslam und anderen Terroristen einen Star-Status zumessen - das ist ein immenses Gesellschaftsproblem. Wir kriegen den Terrorismus nur klein, wenn die ganze Gemeinschaft, die Muslime eingeschlossen, sich hinter eine Herangehensweise schart. Mit Polarisierung kommen wir nicht voran."

+++ 06:07 Terror überschattet US-Vorwahlen  +++
Der Terror in Brüssel überschattet auch die US-Vorwahlen. Hillary Clinton wandte sich am Dienstagabend (Ortszeit) in Seattle (Bundesstaat Washington) an ihre Anhänger. "Amerika verfällt nicht in Panik", sagte sie angesichts der Terroranschläge in Brüssel. "Wir bauen keine Mauern und wir wenden unseren Freunden nicht den Rücken zu", betonte sie.

+++ 05:35 EU-Politiker Brok fordert bessere Zusammenarbeit der Geheimdienste  +++
Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok fordert eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Geheimdienste. "Es muss endlich Schluss sein mit der Geheimniskrämerei der nationalen Geheimdienste und Sicherheitsbehörden in Europa", sagt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". "Die EU-Partner müssen endlich besser miteinander kooperieren und Europol effizienter arbeiten." Bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität in der EU werde hervorragend grenzüberschreitend gearbeitet. Das müsse auch bei der Terrorabwehr geschehen. Lediglich fünf EU-Mitglieder geben nach Angaben Broks ihre vollständigen Geheimdienstinformationen an Europol weiter. Deutschland gehöre nicht dazu.

+++ 05:00 Polizeigewerkschaft: Alarmsignal für ganz Europa +++
Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, bezeichnet die Anschläge als Alarmsignal für ganz Europa. "Wir müssen mit einer langen Terrorperiode rechnen", sagt er der "Passauer Neuen Presse". Auch die deutschen Sicherheitsbehörden seien gefordert. "London, Madrid, Paris, jetzt Brüssel. Auch deutsche Städte werden davon auf Dauer nicht verschont bleiben." Wendt fordert ein höheres Tempo bei den Sicherheitsvorkehrungen. In Deutschland werde die Bundespolizei aktuell mit Anti-Terror-Einheiten ausgestattet. Dazu gehöre jetzt auch die Verbesserung der Ausrüstung - wie bessere Schusswesten und schusssichere Helme und gepanzerte Fahrzeuge. "Das geschieht nun sehr hektisch, obwohl die wachsende Bedrohung seit Jahren bekannt ist", sagt Wendt. "Bisher müssen Bundespolizisten noch mit einem normalen VW-Bus zu den Grenzkontrollen fahren."

+++ 04:36 Maas: Europa weicht nicht zurück +++
Bundesjustizminister Heiko Maas ruft zum entschiedenen Widerstand gegen den Terror auf. "Der Terror hat in Brüssel zugeschlagen, aber er trifft uns alle", sagt der SPD-Politiker. "So brutal diese Anschläge waren, so entschlossen werden wir unsere Freiheit und unsere Demokratie verteidigen. Europa weicht nicht zurück und steht zusammen gegen den Terror." Maas sichert den belgischen Behörden umfassende Unterstützung bei den Ermittlungen zu.

Vor dem EU-Hauptquartier in Brüssel wehen die Flaggen auf Halbmast: Hier soll schon bald ein Sondertreffen stattfinden.
Vor dem EU-Hauptquartier in Brüssel wehen die Flaggen auf Halbmast: Hier soll schon bald ein Sondertreffen stattfinden.(Foto: REUTERS)

+++ 03:54 EU-Sondertreffen anberaumt +++
In Kürze soll es zu den Terroranschlägen ein Sondertreffen der für Innere Sicherheit zuständigen EU-Minister geben. Wie die niederländische EU-Ratspräsidentschaft mitteilt, könnte es bereits an diesem Donnerstag organisiert werden. Belgien habe um ein Treffen gebeten, erklärt der für Sicherheit und Justiz zuständige niederländische Minister Ard van der Steur. Ein ähnliches Sondertreffen hat es nach den Anschlägen von Paris im vergangenen November gegeben.

+++ 03:15 Polizei hebt Sicherheitszone in Schaerbeek auf +++
Die belgische Polizei hebt die für Durchsuchungen eingerichtete Sicherheitszone in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek auf. Die Anwohner können in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga meldet. Sie waren zuvor unter anderem in einer Turnhalle untergebracht gewesen. Spurensicherer arbeiten auch noch nach der Aufhebung der Sicherheitszone in einem Gebäude.

+++ 02:40 Offiziell: Zur Fahndung ausgeschriebener Verdächtiger hat Bombe platziert +++
Der zur Fahndung ausgeschriebene Terrorverdächtige hat nach offiziellen Angaben am Flughafen der belgischen Hauptstadt eine Bombe platziert. Diese sei aber nicht explodiert, sagt Belgiens Innenminister Jan Jambon dem US-Sender CNN. Die Polizei hatte zuvor ein Foto veröffentlicht, das drei verdächtige Männer zeigt, die am Flughafen von einer Überwachungskamera erfasst wurden. Zwei von ihnen sprengten sich als Selbstmordattentäter in die Luft. Nach dem dritten Mann werde weiter gefahndet, sagt Jambon.

+++ 02:13 USA warnen vor Reisen nach Europa +++
Die US-Regierung warnt ihre Bürger vor Gefahren bei Reisen nach Europa. "Terroristische Gruppen planen weiterhin Anschläge in ganz Europa", heißt es in einer Mitteilung des US-Außenministeriums. Mögliche Ziele seien Sportveranstaltungen, Touristenattraktionen, Restaurants sowie Busse und Bahnen. Die US-Bürger werden zur Vorsicht aufgerufen, besonders bei Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen und in Zügen und Bussen. "Achten Sie auf Ihre unmittelbare Umgebung und vermeiden Sie Menschenansammlungen", heißt es. Die Warnung gilt zunächst bis zum 20. Juni.

Schwer bewaffnete Polizisten durchkämmen Schaerbeek.
Schwer bewaffnete Polizisten durchkämmen Schaerbeek.(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 01:32 Anti-Terror-Einsatz in Schaerbeek dauert an +++
Die Anti-Terror-Ermittler durchsuchen auch in der Nacht weiterhin Gebäude in der Gemeinde Schaerbeek. Auf Bildern vom Einsatzort sind maskierte und schwer bewaffnete Fahnder zu sehen. Das betroffene Gebiet ist weiträumig abgesperrt. Von der Razzia betroffene Anwohner, die nicht bei Freunden oder Bekannten unterkommen konnten, wurden in eine mit Betten ausgestattete Sporthalle gebracht, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtet. Ein Ende des Polizeieinsatzes ist nicht absehbar.

+++ 00:56 Taxifahrer brachte Ermittler auf Spur der Attentäter +++
Ein Taxifahrer hat die Ermittler auf die Spur eines Verstecks der mutmaßlichen Attentäter gebracht. Der Mann habe die Verdächtigen mit seinem Wagen von einer Wohnung in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek abgeholt und zum Flughafen gefahren, berichtet der Sender VRT. Dabei sei ihm aufgefallen, dass die Fahrgäste sich nicht mit dem Gepäck helfen lassen wollten. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits zuvor von der Durchsuchung der Wohnung in Schaerbeek berichtet. Dort wurden eine Flagge des IS, ein Sprengsatz mit Nägeln und chemische Substanzen gefunden.

+++ 00:28 Flughafen in Denver wieder geöffnet +++
Die Evakuierung des Flughafens in Denver ist wieder aufgehoben. Die Polizei habe mehrere verdächtige Gepäckstücke geprüft und für harmlos befunden, teilt der Flughafen mit. Zuvor war ein Teil des Airports wegen Sicherheitsbedenken geschlossen worden.

Von den Ereignissen vor 0 Uhr lesen Sie hier.

Quelle: n-tv.de

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