Politik
Bernd Lucke hat derzeit Probleme, seine Partei zu steuern.
Bernd Lucke hat derzeit Probleme, seine Partei zu steuern.(Foto: picture alliance / dpa)

Stern-RTL-Wahltrend: AfD rutscht unter 5-Prozent-Hürde

Seit 61 Wochen steht die Alternative für Deutschland in der Forsa-Umfrage bei mindestens 5 Prozent. Sie schien schon fest zum Parteiensystem zu gehören. Nach Henkels Abgang knickt sie ein.

Sie sind wieder zu viert: Wenn am Sonntag Bundestagwahl wäre, hätte das Parlament wieder nur vier Fraktionen. Denn nach der FDP sinkt nun auch die AfD unter die 5-Prozent-Hürde. Statt 6 wie in der Vorwoche bekommt sie nur noch 4 Prozent. So niedrig stand die Partei zuletzt im Februar 2014. Zwischenzeitig hatte sie ganze 10 Prozent erreicht.

Der frühere BDI-Präsident Henkel hatte dem Vorstand der rechtskonservativen Partei am vergangenen Donnerstag den Rücken gekehrt. Der Vertreter des liberalen Flügels lieferte sich schon seit längerem Auseinandersetzungen mit dem konservativen und nationalistischen Flügel der Partei. Nach Henkel war dann auch noch  Patricia Casale aus dem Bundesvorstand zurückgetreten.

Die Linkspartei gewinnt einen Punkt und sieht bei 9 Prozent, die anderen Werte haben sich nicht verändert: Die Union kommt auf 42, die SPD auf 24, die Grünen auf 10 und die FDP auf 4 Prozent.

In der Kanzlerfrage gibt es einen erneuten Rückschlag für SPD-Chef Sigmar Gabriel. Ihn würden bei einer Direktwahl nur 11 Prozent zum Kanzler machen wollen. Das sind zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche und der schlechteste Stand seit Jahresbeginn. Angela Merkels Beliebtheitswert sinkt von 59 auf 58 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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