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Finanzmittel aus der Almosensteuer Sakat könnten der EU bei der Bewältigung der Finazierung der Flüchtlingshilfe unterstützen.
Finanzmittel aus der Almosensteuer Sakat könnten der EU bei der Bewältigung der Finazierung der Flüchtlingshilfe unterstützen.(Foto: imago/Bluegreen Pictures)
Mittwoch, 21. Oktober 2015

Bewältigung der Flüchtlingskrise: Arabische Welt könnte Finanzlücke schließen

In den vergangenen Jahren haben muslimische Gemeinden dank der Almosensteuer über 600 Milliarden Euro eingenommen. Nach Einschätzungen der EU-Kommission könnte schon ein Prozent davon die Lücke für humanitäre Fluchtlingshilfe decken.

Die EU-Kommission ruft die arabische Welt auf, mehr Geld zur Bewältigung der Flüchtlingskrise bereitzustellen. Über die sogenannte Almosensteuer Zakat seien in den muslimischen Gemeinden im vergangenen Jahr weltweit 600 Milliarden Euro zusammengekommen, sagte die für den EU-Haushalt zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission, Kristalina Georgieva, dem "Handelsblatt".

"Wenn wir nur ein Prozent davon für die Flüchtlinge mobilisieren könnten, wäre die Lücke für die humanitäre Flüchtlingshilfe schon geschlossen." Die Europäische Union stößt nach Angaben von Georgieva finanziell zunehmend an ihre Grenzen. "Wir haben im EU-Haushalt jeden Cent zusammengekratzt und die Mittel für die Bewältigung der Flüchtlingskrise von 4,5 auf 9,2 Milliarden Euro verdoppelt", erklärte die Kommissarin.

Über eine mögliche Umverteilung von Mitteln werde man erst 2016 reden können. "Pläne für neue Abgaben liegen nicht auf dem Tisch", betonte Georgieva.

Quelle: n-tv.de

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