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Die Trauernden in Woolwich können sich im Kondolenzbuch für die Familie des getöteten Soldaten eintragen.
Die Trauernden in Woolwich können sich im Kondolenzbuch für die Familie des getöteten Soldaten eintragen.(Foto: picture alliance / dpa)

Vor dem Soldatenmord in London : Attentäter von Geheimdienst umworben?

Der britische Geheimdienst MI5 soll versucht haben, einen der Attentäter von London zu rekrutieren - das zumindest erzählt ein Freund des Hauptverdächtigen dem Fernsehsender BBC. Unmittelbar nach dem Interview wird er auf dem Sendergelände verhaftet und auch drei weitere Verdächtige werden festgenommen.

Ein Freund des mutmaßlichen Londoner Soldatenmörders Michael Adebolajo ist nach einem Gespräch mit dem britischen Sender BBC festgenommen worden. In dem TV-Interview sagte der 31-Jährige Abu Nusaybah, der britische Geheimdienst MI5 habe intensiv versucht, Adebolajo anzuwerben. Dieser habe jedoch abgelehnt. Adebolajo sei bei einem Besuch in Kenia von Sicherheitskräften festgehalten und gefoltert worden. Danach sei er mit radikal-islamischen Ideen zurück nach London gekommen. Für die Behauptungen gibt es keine offizielle Bestätigung.

Auch die Identität des Festgenommenen wurde von der Polizei nicht bestätigt. Scotland Yard erklärte, die Festnahme stehe nicht in direktem Zusammenhang mit dem Mordfall.

Derweil gab Scotland Yard bekannt, dass drei weitere Verdächtige festgenommen wurden. Zwei 24 und 28 Jahre alte Männer seien am Samstag in einem Haus in der britischen Hauptstadt gefasst worden, ein 21 Jahre alter Mann auf der Straße.

Zwei weitere Verdächtige im Zusammenhang mit dem Attentat sind wieder frei. Es habe keine Anklagen gegen die 31 und 29 Jahre alten Frauen gegeben, teilt Scotland Yard mit. Ein 29 Jahre alter Mann bleibe in Haft. Die drei waren gestern unter anderem unter dem Verdacht der Beihilfe zum Mord festgenommen und verhört worden.

Der 28-jährige Adebolajo und sein 22 Jahre alter mutmaßlicher Komplize Michael befinden sich weiter im Krankenhaus. Die mutmaßlichen Islamisten waren nach der brutalen Attacke auf den Soldaten Lee Rigby im Südosten Londons von Polizisten angeschossen worden.

Quelle: n-tv.de

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