Samstag, 28. November 2009
Proteste gegen WTO-Konferenz: Ausschreitungen in Genf
In Genf ist es bei Protesten gegen die Welthandelsorganisation WTO zu Ausschreitungen gekommen. Rund 200 vermummte Demonstranten des sogenannten Schwarzen Blocks zerstörten im Zentrum der Stadt Schaufenster von Banken, Geschäften und Cafes und setzten vier Autos in Brand.
Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm 17 Personen fest. Zudem blockierte sie den Zugang zum Hauptsitz der WTO, an dem die Protestierenden hatten vorbeiziehen wollen. Die Organisatoren der Demonstration, darunter Gewerkschaften und die Grüne Partei der Schweiz, brachen den Protestmarsch gegen die am Montag beginnende dreitägige WTO-Konferenz wegen der Krawalle ab.
"Stoppt den Kapitalismus, Keine WTO"
Insgesamt waren rund 3000 Menschen auf die Straße gegangen, die große Mehrheit protestierte jedoch friedlich. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie "Stoppt den Kapitalismus, Keine WTO", "Die WTO ist der Feind des Klimas" und "Wir werden unsere Seelen nicht an die transnationalen Konzerne verkaufen".
Die Aktivisten sind der Ansicht, dass die Handelspolitik der WTO-Mitglieder sowohl in armen als auch in reichen Ländern Armut verursacht. Sie setze die Bauern in Entwicklungs- und Schwellenländern unter Druck und untergrabe die Arbeitsrichtlinien in Industrieländern, argumentieren die Kritiker der Organisation.
rts
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