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Flüchtlingskriminalität 2015: BKA registriert mehr Straftaten

Die von Flüchtlingen ausgehende Kriminalität ist im vergangenen Jahr gestiegen, allerdings deutlich weniger stark als die Zahl der Asylbewerber.

Die Zahl der aufgeklärten Straftaten mit einer Beteiligung von Zuwanderern ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Das meldet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamts.

Demnach wurden 2015 gut 208.000 Straftaten aufgeklärt, an denen Migranten beteiligt waren. Das sind 92.000 mehr als im Vorjahr. Allerdings betont das BKA der Zeitung zufolge, die "weit überwiegende Mehrheit der Asylsuchenden" begehe keine Straftaten.

Grund für den Anstieg der Zuwanderer-Kriminalität ist die steigende Zahl von Flüchtlingen, die 2015 nach Deutschland kam: Während die Zahl der Straftaten um 79 Prozent stieg, kamen im vergangenen Jahr 440 Prozent mehr Asylbewerber als 2014.

Zugleich registrierte das BKA einen rückläufigen Trend: In der ersten Jahreshälfte habe es eine "tendenziell stark steigende Entwicklung der monatlichen Fallzahlen" gegeben, in der zweiten Jahreshälfte, in der die Zahl der Flüchtlinge weiter stieg, sei es zu einer "stagnierenden monatlichen Entwicklung" gekommen. Die Zahlen im Einzelnen:

  • Diebstahl: 85.035 Fälle
  • Vermögens- und Fälschungsdelikte: 52.167 Fälle
  • "Rohheitsdelikte" (z.B. Körperverletzung): 36.010 Fälle
  • Beförderungserschleichung (Schwarzfahren): 28.712 Fälle
  • Sexualdelikte: 1688 Fälle
  • Straftaten gegen das Leben (z.B. Totschlagsversuch): 240 Fälle

Bei den Straftaten gegen das Leben hatten Täter und Opfer in zwei Dritteln der Fälle dieselbe Nationalität. 28 Opfer verloren das Leben, darunter 27 Zuwanderer und ein Deutscher.

Unter den Sexualdelikten waren 458 Fälle von Vergewaltigung oder sexueller Nötigung. Zahlen über alle in Deutschland aufgeklärten Sexualdelikte liegen für 2015 nicht vor. 2014 wurden laut "Bild"-Zeitung insgesamt (also unabhängig von der Herkunft des Täters) knapp 47.000 Sexualdelikte registriert. Zugleich weist das Blatt darauf hin, dass die Taten aus der Silvesternacht in Köln nicht Teil des von ihr zitierten Lageberichts sind. Diese würden separat ausgewertet.

Mit Blick auf die Herkunftsländer sind Täter aus Syrien, Afghanistan und dem Irak in der Kriminalitätsstatistik unterrepräsentiert; ihr Anteil an den Straftaten ist kleiner als ihr Anteil unter den Zuwanderern insgesamt. Überrepräsentiert sind Migranten aus den Balkan-Ländern, aus Eritrea und Nigeria.

Bei den Hinweisen auf Terror-Verdächtige registriert das BKA der "Bild"-Zeitung zufolge eine zunehmende Tendenz. Es habe 266 Hinweise auf mutmaßliche Terroristen gegeben. 80 Hinweise seien entkräftet worden, 186 seien noch in Bearbeitung, in 25 Fälle werde ermittelt.

Quelle: n-tv.de

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