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Deutsche Soldaten deportieren Juden aus dem Warschauer Ghetto in Vernichtungslager.
Deutsche Soldaten deportieren Juden aus dem Warschauer Ghetto in Vernichtungslager.(Foto: AP)

Überlebende des Holocaust: Berlin zahlt mehr

Die Einsicht kommt reichlich spät. Mehr als 66 Jahre nach dem Krieg lenkt Berlin ein und lockert die Bedingungen für Entschädigungszahlungen an Holocaust-Überlebende. 16.000 Opfer des Nazi-Terrors bekommen nun Geld von der Bundesregierung.

Mehr als 16.000 -Überlebende auf der ganzen Welt können nach Angaben der New Yorker Jewish Claims Conference mit mehreren zehntausend Euro Entschädigung aus Deutschland rechnen. Die Conference habe mit der Bundesregierung die Zahlung weiterer 485 Millionen Euro ausgehandelt, teilte der Verband in New York mit. Im Schnitt erwarten damit mehr als 66 Jahre nach Kriegsende jeden Betroffenen etwa 30.000 Euro.

Blumen für die Opfer des Massenmordes in der Jerusalemer Gedenkstätte Jad Vaschem.
Blumen für die Opfer des Massenmordes in der Jerusalemer Gedenkstätte Jad Vaschem.(Foto: AP)

Die Zahlung werde möglich, weil sich Berlin auf eine Lockerung der Bedingungen eingelassen habe. So habe bislang ein Opfer nachweisen müssen, dass es auf der Flucht vor den Die Plaudereien der Wehrmachtssoldaten mindestens 18 Monate in einem Ghetto, versteckt oder unter falscher Identität gelebt habe.

Nun sei diese Mindestzeit auf zwölf Monate reduziert worden; davon würden mehr als 8000 Holocaust-Überlebende profitieren. Noch einmal mehrere Tausend Menschen seien von anderen Neufassungen der Bedingungen begünstigt, so dass letztlich mehr als 16.000 Menschen, die bisher nicht entschädigt wurden, doch noch mit Geld rechnen können.

Quelle: n-tv.de

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