Politik

"Für mich ist das Ende gekommen": Boko-Haram-Chef sendet Abschiedsbotschaft

Geschwächt und abgemagert tritt der Führer der Terrormiliz Boko Haram vor die Kamera und verkündet so etwas wie seinen Abschied. "Für mich ist das Ende gekommen", sagt der Top-Terrorist. Steckt Boko Haram in einer Krise?

Abubakar Shekau in der aktuellen Videobotschaft.
Abubakar Shekau in der aktuellen Videobotschaft.

Der Chef der nigerianischen Extremistengruppe Boko Haram, Abubakar Shekau, hat in einer neuen Video-Botschaft eine Art Abschied ausgesprochen. "Für mich ist das Ende gekommen", sagt Shekau in der Haussa-Sprache auf dem Video, auf dem er geschwächt und abgemagert wirkt. Die Qualität des YouTube-Videos ist allerdings von so mangelhafter Qualität, dass unter Sicherheitsexperten Zweifel aufkamen, ob es sich wirklich um eine Botschaft Shekaus handelt.

Shekau hatte im März der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) seine Gefolgschaft zugesichert. Im aktuellen Video ist von dem IS keine Rede. Vielmehr benutzt Shekau die traditionelle Bezeichnung von Boko Haram. Dennoch hängt im Hintergrund ein schwarzes Banner des IS. Möglicherweise deutet die aktuelle Botschaft auf eine Krise der Extremistenorganisation hin.

Boko Haram, was sich sinngemäß mit "westliche Bildung ist Sünde" übersetzen lässt, kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 wurden durch Gewalttaten im Zusammenhang mit dem Kampf von Boko Haram rund 17.000 Menschen getötet.

Shekau übernahm die Leitung von Boko Haram, nachdem der vorherige Chef der Organisation, Mohammed Yusuf, von den nigerianischen Sicherheitskräften getötet worden war. Mehrfach schon gab die Armee bekannt, sie habe auch Shekau getötet.

Quelle: n-tv.de

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