Politik
Eine Flagge der Islamisten von Boko Haram weht über einem Gebäude.
Eine Flagge der Islamisten von Boko Haram weht über einem Gebäude.(Foto: REUTERS)

Schwerster Angriff seit Monaten: Boko Haram richtet Blutbad im Niger an

Im Februar schließt sich der Niger einer Allianz gegen Boko Haram an. Nun verüben die Terroristen Vergeltung und demonstrieren in zwei Dörfern ihre Grausamkeit: Mindestens 38 Menschen ermorden die Islamisten, darunter viele Kinder.

Mindestens 38 Zivilisten sind bei einem Angriff der nigerianischen Islamistengruppe Boko Haram im Niger getötet worden. Die Extremisten hätten die Dörfer Lamana und Ngoumao in der Region Diffa nahe der Grenze zu Nigeria angegriffen, sagte Nigers Innenminister Hassoumi Massaoudou im Rundfunk.

Video

Bisher seien 38 Tote gezählt worden - 14 Männer, 14 Frauen und zehn Kinder. Es ist damit der schwerste Angriff auf Zivilisten im Niger, seitdem sich das Land Anfang Februar dem Kampf gegen Boko Haram anschloss.

Ende April wurden bei einem Angriff auf der Insel Karamga im Tschad-See 74 Menschen getötet, darunter 46 nigrische Soldaten. 32 weitere Soldaten werden seitdem vermisst. Innenminister Massaoudou sagte, die Armee verfolge die Angreifer, um sie "zu fangen und zu neutralisieren".

Die islamistische Gruppe Boko Haram kämpft seit 2009 mit Gewalt gegen den nigerianischen Staat, weitete vergangenes Jahr aber ihre Angriffe auf die Nachbarländer aus. Der Niger, der Tschad und Kamerun beteiligten sich daraufhin aktiv am Kampf gegen die Extremisten.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen