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Samstag, 08. August 2009

Fastfood-Gutscheine: Bundeswehr macht Kinder fett

Aus Sicht der Ernährungsexperten der Bundeswehr handelt es sich bei diesem Gericht um Speisen im Sinne des Ernährungsprogramms "In Form". Die 30 Millionen dafür sind offensichtlich gut angelegt.

Aus Sicht der Ernährungsexperten der Bundeswehr handelt es sich bei diesem Gericht um Speisen im Sinne des Ernährungsprogramms "In Form". Die 30 Millionen dafür sind offensichtlich gut angelegt.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Verteidigungsministerium hat trotz aller Warnungen vor falscher Ernährung an Schüler tausende Fastfood-Gutscheine verteilt. Das geht nach einem Bericht des "Spiegel" aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.

Demnach hat das Haus von Minister Franz Josef Jung (CDU) in den vergangenen vier Jahren Gutscheine im Wert von rund 73.000 Euro für die Fastfood-Kette McDonalds an Schülergruppen verteilt.

Gleichzeitig kämpft die Bundesregierung mit großem Aufwand gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Gesundheits- und Verbraucherministerium stellen bis 2011 zusammen 30 Millionen Euro für das Programm "In Form" bereit.

Essen bei McDonalds entspreche den "Lebensgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler", zitiert das Magazin aus dem Schreiben des Verteidigungsministeriums an die Grünen-Verbraucherschutzexpertin Ulrike Höfken. Außerdem seien die angebotenen Speisen des Hamburger-Grills im Sinne des Ernährungsprogramms. Das bestreitet Höfken: Das Verteidigungsministerium betreibe eine "skandalöse Förderung von Fehlernährung".

dpa

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