Chávez in seinem Element.
(Foto: REUTERS)
Dienstag, 01. September 2009
AU-Gipfel endet: Chávez und Gaddafi einig
Der Sondergipfel der Afrikanischen Union (AU) in der libyschen Hauptstadt Tripolis ist mit einem Auftritt des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez zu Ende gegangen. Chávez sprach sich in einer Rede gegen den "westlichen Imperialismus" und für die "afrikanische Einheit" aus. Eine "Erklärung von Tripolis" und ein Aktionsplan setzen sich das Ende der Krisen und Konflikte in Afrika zum Ziel.
Chávez ließ "40 Jahre der grünen Revolution" in Libyen hochleben. An der Schlussveranstaltung nahm auch der Präsident der Dominikanischen Republik, Leonel Fernández, teil. Der libysche Führer und derzeitige AU-Präsident Muammar el Gaddafi rief zur Schließung aller israelischen Botschafen auf dem afrikanischen Kontinent auf. Israel stecke "hinter allen Konflikten in Afrika", sagte er zum Auftakt des außerordentlichen Gipfeltreffens.
An dem Sondergipfel nahmen etwa 30 afrikanische Staats- und Regierungchefs teil, darunter die Präsidenten Simbabwes und des Sudans, Robert Mugabe und Omar el Baschir. Die Präsidenten Nigerias, Südafrikas und des Senegals sagten ihre Teilnahme ab. Gaddafi hatte den Sondergipfel beim regulären AU-Gipfeltreffen im Juli angeregt - als Termin schlug er den Tag vor den Feierlichkeiten zu seinem 40-jährigen Regierungsjubiläum vor.
Libyen feiert
Kurz vor Beginn des AU-Treffens in Tripolis sagten Sierra Leone, Malawi und Nigeria weitere Soldaten für die AU-Truppe (AMISOM) in Somalia zu. Das gab AU-Kommissionspräsident Jean Ping bekannt. Ping hatte eine Aufstockung der Truppen auf die eigentlich geplanten 8000 Soldaten gefordert. Bislang sind nur 5000 Mann in Somalia stationiert, wo radikale Islamisten eine großangelegte Offensive gegen den Übergangspräsidenten Sharif Sheikh Ahmed gestartet haben.
Gaddafi feiert heute den 40. Jahrestag seiner Regierungsübernahme mit einer Militärparade in Tripolis. Er hatte nach einem Staatsstreich am 1. September 1969 im Alter von 27 Jahren die Macht in Libyen übernommen.
AFP
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