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Mohammed-Karikaturen angekündigt: "Charlie Hebdo" sucht Streit

Sie wissen, was sie tun: Nicht zum ersten Mal veröffentlicht die französische Zeitschrift "Charlie Hebdo" Karikaturen des Religionsgründers Mohammed, sie löste damit bereits weltweite Proteste aus. Am Mittwoch will sie nachlegen.

Charile Hebdo-Chef "Charb"
Charile Hebdo-Chef "Charb"(Foto: picture alliance / dpa)

In Frankreich steht möglicherweise neuer Ärger um Mohammed-Karikaturen bevor. Das Satire-Blatt "Charlie Hebdo" kündigt für diesen Mittwoch ein Sonderheft mit einem Comic zum Leben des islamischen Propheten Mohammed an.

Im September hatte eine "Charlie Hebdo"-Ausgabe mit derben Mohammed-Karikaturen zu weltweiten Protesten von Muslimen geführt. Französische Einrichtungen wurden in einigen Ländern zeitweise aus Sicherheitsgründen geschlossen. Strenggläubige Muslime empfinden es bereits als anstößig, den Propheten Mohammed als Person zu zeigen.

"Nichts Schockierendes dabei"

"Wenn die Leute schockiert sein wollen, werden sie schockiert sein", sagte Stéphane Charbonnier, Herausgeber und Zeichner von "Charlie Hebdo". Es sei aber nichts Schockierendes dabei, ergänzte der unter dem Namen "Charb" arbeitende Satiriker.

Noch vor den Karikaturen hatte im Sommer ein Schmäh-Video über Mohammed zu Protesten von Muslimen gegen die westliche Welt geführt. Bei den wochenlang anhaltenden Unruhen starben etliche Menschen. Bei Protesten nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung 2006 kamen mehr als 150 Menschen ums Leben.

Quelle: n-tv.de

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