Freitag, 11. November 2011
Mordserie an türkischen Händlern: Chronologie der Döner-Morde
Seit fünfeinhalb Jahren beschäftigt eine Serie von Morden an meist türkischen Kleinunternehmern Polizei und das Bundeskriminalamt. Die neun Opfer der so genannten Döner-Morde wurden mit der selben Waffe getötet. Hier eine Dokumentation die Verbrechensserie:
9. September 2000: In Nürnberg wird ein 38-jähriger türkischer Blumenhändler erschossen. Die Schüsse stammen aus zwei Waffen, eine davon ist die auch bei allen folgenden Taten verwendete Pistole mit dem Kaliber 7,65.
13. Juni 2001: Ebenfalls in Nürnberg stirbt ein 49 Jahre alter türkischer Änderungsschneider. Er wird mit zwei Kopfschüssen niedergestreckt. Ein Komplize des Täters soll draußen in einem Auto gewartet haben.
27. Juni 2001: In Hamburg wird ein 31-jähriger Gemüsehändler in seinem Laden ermordet. Er stirbt ebenfalls durch Kopfschüsse.
29. August 2001: In München wird ein 38 Jahre alter türkischer Gemüsehändler erschossen. Auch er wird in den Kopf getroffen.
25. Februar 2004: In Rostock wird ein 25 Jahre alter Döner- Aushilfsverkäufer ermordet. Der Türke war erst zehn Tage in Deutschland.
9. Juni 2005: In Nürnberg stirbt an seinem Dönerstand der 50 Jahre alte Besitzer. Ein Kunde findet ihn hinter der Theke. Zeugen berichten von Schüssen.
15. Juni 2005: In München wird der griechische Mitinhaber eines Schlüsseldienstes erschossen. Der 41-Jährige ist bislang das einzige Opfer, das nicht aus der Türkei stammt.
4. April 2006: In Dortmund wird in den Mittagsstunden an einer viel befahrenen Straße ein türkischstämmiger Kioskbesitzer mit mehreren Kopfschüssen getötet. Der 39-Jährige hinterlässt eine Frau und drei Kinder.
6. April 2006: Ein 21 Jahre alter türkischer Betreiber eines Internet-Cafs in Kassel wird mit Kopfschüssen getötet. Sein Tod steht der Polizei zufolge in Zusammenhang mit den anderen acht Morden. Das habe die Untersuchung der Projektile ergeben.
dpa
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