Politik
AfD-Prominenz vor dem Magdeburger Dom: Björn Höcke (2.v.l.) und AfD-Landesvorsitzender von Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg (M.).
AfD-Prominenz vor dem Magdeburger Dom: Björn Höcke (2.v.l.) und AfD-Landesvorsitzender von Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg (M.).(Foto: dpa)

Zwischenfall in Magdeburg: Demonstrant attackiert TV-Team

Auf einer Kundgebung in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts schlägt der politische Unwille im Umfeld der "Alternative für Deutschland" um in Gewalt: Aus der Menge heraus greift ein Demonstrant Journalisten mit Reizgas an.

Bei einer AfD-Demonstration in Magdeburg sind Journalisten zur Zielscheibe körperlicher Gewalt geworden. Ein Kamerateam sei aus der Menge heraus mit Pfefferspray attackiert worden, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Die Journalisten, bei denen es sich Medienberichten zufolge um ein TV-Team des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) mussten medizinisch versorgt werden.

Der mutmaßliche Täter sei vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Ihn erwarte eine Strafanzeige wegen Körperverletzung. "Einem Sicherheitsmann, der die Journalisten schützen sollte, wurde Reizgass in die Augen gesprüht", heißt es in einem Bericht des MDR. "Ein Fernsehtechniker bekam einen Sprühstoß in den Mund."

Zu der Demonstration der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) waren laut Polizei rund 600 Teilnehmer gekommen. Mitte Dezember waren es noch 750 gewesen, im November rund 1500. Angeführt wurde der Demonstrationszug über den Domplatz unter anderem von Björn Höcke, dem Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, und dem Landesvorsitzenden der AfD in Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg.

An einer Gegendemonstration beteiligten sich nach Polizeiangaben 150 Menschen. Die Polizei war mit etwa 500 Beamten vor Ort im Einsatz. Magdeburgs Breiter Weg in der Innenstadt war zeitweilig von einer Polizeiabsperrung blockiert, um AfD-Anhänger und Gegendemonstranten auseinanderzuhalten.

Quelle: n-tv.de

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