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Die Bundeswehr-Drohne mit dem Namen "Luna" ist für den Einsatz in der Ukraine ungeeignet - jedenfalls im Winter.
Die Bundeswehr-Drohne mit dem Namen "Luna" ist für den Einsatz in der Ukraine ungeeignet - jedenfalls im Winter.(Foto: picture alliance / dpa)

Für Ukraine-Einsatz ungeeignet: Deutsche Drohne verträgt keine Kälte

Die Aufklärungsdrohne "Luna" soll bei einer OSZE-Mission die ukrainisch-russische Grenze überwachen helfen. Doch daraus wird wohl nichts: Wenn es kälter wird als minus 19 Grad, stürzt "Luna" nämlich ab. Experten haben außerdem rechtliche Bedenken.

Der geplante Einsatz von Bundeswehr-Drohnen zur Überwachung der russisch-ukrainischen Grenze ist nach Angaben des Russlandbeauftragten der Bundesregierung vorerst fraglich. "Ich habe da große Zweifel daran, ob es zu so einem Einsatz tatsächlich kommt", sagte SPD-Politiker Gernot Erler im Deutschlandfunk. Der Russlandbeauftragte bestätigte technische Probleme bei der Drohne.

Darüber hatte zuvor die Bild"-Zeitung unter Berufung auf Bundeswehrkreise berichtet. Demnach sind die unbemannten Flugzeuge vom Typ "Luna" nur bis minus 19 Grad einsetzbar. Diese Temperaturen werden aber bei Flughöhen zwischen 3000 und 5000 Metern im kalten ukrainischen Winter deutlich unterboten. "Deshalb war das Angebot, das aus dem Verteidigungsministerium kam, von vornherein immer nur bis Ende dieses Jahres ausgelegt", sagte Erler.

Der CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte hatte der "Bild"-Zeitung bestätigt, dass es im Winter bei der "Luna"-Drohne zu Einschränkungen kommen könne. "Wenn sie vereist, stürzt sie ab", sagte er. Er forderte eine schnelle Lösung für das Problem.

Die Bundesregierung hatte der OSZE vor einer Woche ein Angebot für eine Drohnen-Mission der Bundeswehr in der Ostukraine vorgelegt. Bei der Mission geht es um Unterstützung für die OSZE bei der Überwachung der russisch-ukrainischen Grenze. Laut Erler gibt es neben den technischen auch "erhebliche rechtliche und auch politische Probleme" bei der Entsendung der Drohnen: "Denn es muss eine militärische Sicherungskomponente bei dem Einsatz dieses Systems geben, und das ist schwierig mit den Regeln der OSZE zu vereinbaren." Die Ukraine und Russland müssten zustimmen, da beide OSZE-Mitglieder seien. Die Probleme seien "auf keinen Fall in irgendeiner Weise im Augenblick überwindbar", sagte Erler.

Quelle: n-tv.de

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