Kohl: Schröders miserable PolitikDie Schelte des Altkanzlers
Mehrere Monate war es ruhig um Altkanzler Kohl. Nun hat er sich zurück gemeldet - und die bisherige Leistung seines Nachfolgers Schröder scharf kritisiert.
Mehrere Monate war es ruhig um Altkanzler Helmut Kohl (CDU). Nun hat er sich zurück gemeldet - um die bisherige Leistung seines Nachfolgers Gerhard Schröder (SPD) scharf zu kritisieren.
Schröders Regierung habe "in wenigen Jahren ein gewaltiges Maß an Ansehen und Vertrauen der Deutschen in der Welt verspielt", sagte Kohl der "Bild"-Zeitung. Er glaube jedoch, dass sich die Bundesregierung "trotz ihrer miserablen Politik noch einige Zeit halten wird".
Selbst bei einer Wahlniederlage der SPD in Hessen und Niedersachsen am 2. Februar werde Schröder Kanzler bleiben. Kohl: "Denn wer soll ihn ablösen?... Man muss wissen: Gerhard Schröder ist der erste Bundeskanzler, der in seiner eigenen Partei keine Konkurrenz hat. Bisher gab es in der Geschichte der Bundesrepublik zu jedem Kanzler mindestens eine Alternative aus der eigenen Partei - auch zu mir."
Zu einem möglichen Irak-Krieg sagte Kohl, der 16 Jahre Kanzler in Deutschland war: "Wir stehen selbstverständlich an der Seite unserer amerikanischen Freunde, die in der Vegangenheit unserer Freiheit garantierten und die deutsche Einheit herbeiführten." Bei einem Krieg solle Deutschland an der Seite der USA und der UNO handeln.