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In der Hotelanlage "Le Campement Kangaba" in der malischen Hauptstadt Bamako ist es zu einer blutigen Geiselnahme gekommen.
In der Hotelanlage "Le Campement Kangaba" in der malischen Hauptstadt Bamako ist es zu einer blutigen Geiselnahme gekommen.(Foto: REUTERS)

Mindestens zwei Tote: Dschihadisten attackieren Luxushotel in Mali

Immer wieder kommt es in Mali zu Attacken von Islamisten und Rebellen. Nun ist eine Ferienanlage in der Hauptstadt Bamako angegriffen worden. Zwei Menschen sterben. Kurze Zeit später bringen Soldaten die Lage wieder unter Kontrolle.

Bei einem Terroranschlag auf ein Luxushotel in der malischen Hauptstadt Bamako sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein Opfer habe die Staatsbürgerschaften Frankreichs und Gabuns, die andere Person sei noch nicht identifiziert worden, teilte das Sicherheitsministerium auf Facebook mit. Zudem seien ein Zivilist und ein Mitglied der Sicherheitskräfte verletzt worden.

Bewaffnete Terroristen griffen demnach die Anlage "Le Campement Kangaba" in einem Vorort von Bamako an. Unmittelbar nach dem Angriff stand ein Gebäude in Flammen, über dem Gelände stieg eine Rauchsäule auf. Eine Anti-Terror-Einheit habe nur wenige Minuten später das Hotel erreicht und umzingelt. 20 Geiseln seien aus der Hand der dschihadistischen Angreifer befreit worden, sagte der malische Sicherheitsminister Salif Traoré.

An dem Einsatz seien Sicherheitskräfte Malis, Frankreichs, der UN und der USA beteiligt gewesen, berichteten Augenzeugen. Deutsche Soldaten waren an dem Einsatz nicht beteiligt, wie eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Berlin sagte. Dem Sicherheitsministerium zufolge konnte ein Angreifer verletzt entkommen und hat eine Schusswaffe und Sprengsätze zurückgelassen..

Erst vor gut einer Woche hatte die US-Botschaft in Mali vor einer möglichen erhöhten Gefahr durch Anschläge gegen bei Ausländern beliebten Ziele in Bamako gewarnt. Man solle Orte mit schlechter Sicherheit meiden, etwa Hotels, Restaurants und Kirchen, hieß es.

UN-Mission mit Bundeswehrbeteiligung

Im westafrikanischen Mali sind zahlreiche französische und deutsche Soldaten stationiert. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken der Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und von Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen.

Aber auch der Süden ist nicht sicher: Im vergangenen September griffen Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako an, nahmen 100 Gäste als Geiseln und töteten etwa 20.

Die Bundeswehr ist an dem 2013 gestarteten Stabilisierungseinsatz der UNO in Mali beteiligt. Die UN-Mission soll zur Umsetzung eines Friedensabkommens zwischen Regierung und Rebellen beitragen. An der Mission sind zurzeit etwa 800 Bundeswehr-Soldaten beteiligt. Im Januar stimmte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats auf bis zu tausend deutsche Soldaten zu.

Quelle: n-tv.de

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