Kleiner Vorgeschmack auf künftige Feierlichkeiten in Düren.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Mittwoch, 27. Januar 2010
Eine neue Heimstatt für die NPD: Düren steht Kopf
Keine Stadt holt sich gerne Massenproteste auf ihren Marktplatz. Die Stadt Düren könnte demnächst häufiger in den Nachrichten erwähnt werden.Die rechtsextreme NPD will in Düren nahe Köln eine Dorfkneipe kaufen, um darin ihre Zentrale für das Rheinland unterzubringen. Die Pläne seien konkret, bestätigte die Stadt Düren. Der Kneipeneigentümer will "natürlich an die NPD verkaufen. Das ist meine Privatsache." Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) kündigte an, ein breites Bündnis mobilisieren zu wollen, um öffentlichen Druck gegen das Vorhaben aufzubauen.
Die vom Verfassungsschutz beobachtete NPD will das Haus nach eigenen Angaben für Schulungen, Veranstaltungen und als Büro nutzen. In dem betroffenen Stadtteil wohnen gut 3000 Menschen. Bürgermeister Larue sagte, die Stadt könne sich weder einen Kauf des Wirts- und Wohnhauses leisten noch gebe es rechtlich eine Chance, den Verkauf an die NPD zu verhindern.
Erfolgreicher Widerstand in Dresden
Zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens dürfen Neonazis am 13. Februar nicht wie sonst durch die Elbestadt marschieren. Die Stadt erlaubte ihnen nur eine "stationäre Kundgebung". Die Verwaltung begründete das mit möglichen gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Rechts- und Linksextremen. Ursprünglich hatten die Rechten einen Zug durch die Dresdner Innenstadt geplant, zu dem wieder mehrere tausend Neonazis erwartet wurden.
Den Jahrestag der Bombardierung Dresdens am 13./14. Februar 1945 nutzen Rechtsextreme alljährlich zu Aufmärschen. Dagegen regt sich auch diesmal Widerstand. Parteiübergreifend wurden mehrere Gegendemonstrationen angekündigt.
dpa
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