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Noch ist Chávez in der Militärakademie aufgebahrt.
Noch ist Chávez in der Militärakademie aufgebahrt.(Foto: dpa)

Toter Chávez: Einbalsamierung "schwierig"

Mit einer Präsenz über den Tod hinaus soll Venezuelas verstorbener Staatschef Chávez den Menschen in Erinnerung gehalten werden. Doch dies scheint schwieriger zu sein, als erwartet. Denn die befragten Wissenschaftler hätten mit ihrer Arbeit längst beginnen müssen.

Der Leichnam des verstorbenen venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez kann möglicherweise doch nicht einbalsamiert werden. Übergangs-Präsident Nicolas Maduro sprach von Schwierigkeiten bei dem Verfahren. Es sei zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber die Einbalsamierung werde schwierig.

Mit der Prozedur sei zu spät begonnen worden, sagte Maduro. Er berief sich auf Aussagen von Wissenschaftlern. "Wir haben hochrangige Wissenschaftler empfangen, die besten der Welt, aus Russland und Deutschland", sagte Maduro. Deren Einschätzung sei, dass es sehr schwierig werde, die Einbalsamierung vorzunehmen, "weil die Vorbereitungen bereits hätten beginnen müssen und die Entscheidung viel früher hätte fallen müssen".

Es sei möglich, dass mit Chávez' Leichnam nicht dasselbe gemacht werde, wie mit Lenin, Ho Tschi Minh oder Mao Tse-tung, sagte Maduro. Kurz nach Chávez' Tod hatte er gesagt, der Leichnam werde nach diesen Vorbildern "für die Ewigkeit" einbalsamiert. Die Idee, den Leichnam des Comandante für die Nachwelt zu konservieren, sei bei Gesprächen mit Staatsführern entstanden, die zur Trauerfeier nach Caracas gekommen seien.

Der Leichnam des am 5. März verstorbenen Chávez' ist derzeit in der Militärakademie in Caracas ausgestellt, wo ihm noch immer Anhänger die letzte Ehre erweisen. Am Freitag sollen die sterblichen Überreste in einer feierlichen Prozession in ein Museum in einer ehemaligen Kaserne verlegt werden. Die venezolanische Regierung hatte sich dafür ausgesprochen, dass der einbalsamierte Leichnam an der Seite des Nationalhelden Simón Bolívar im nationalen Pantheon ausgestellt wird.

Chávez war in der vergangenen Woche im Alter von 58 Jahren an Krebs gestorben. Er hatte das ölreiche Land über 14 Jahre lang mit einer Politik der Umverteilung und Verstaatlichung regiert.

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Quelle: n-tv.de

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