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Bei frostigen Temperaturen warten Flüchtlinge in einem Zelt vor dem LaGeSo in Berlin.
Bei frostigen Temperaturen warten Flüchtlinge in einem Zelt vor dem LaGeSo in Berlin.(Foto: picture alliance / dpa)

Bilanz für 2015: Fast 1,1 Millionen Flüchtlinge registriert

Im vergangenen Jahr sind nach Medienberichten 1.091.894 Flüchtlinge in Deutschland registriert worden. Laut dem EASY-System seien allein im Dezember 127.320 Flüchtlinge erfasst worden. Die Bundesregierung will die Zahlen vorerst nicht kommentieren.

Die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge hat sich im vergangenen Jahr einem Bericht zufolge auf beinahe 1,1 Millionen summiert. Die "Sächsische Zeitung" zitierte aus einer aktuellen Aufstellung des Erstverteilungssystems EASY, wonach 2015 insgesamt 1.091.894 Flüchtlinge in Deutschland registriert worden seien. Die bayerische Landesregierung hatte bereits Ende Dezember erklärt, dass 2015 fast 1,1 Millionen Flüchtlinge eingereist seien - der Großteil davon über Bayern.

Im Dezember seien demnach 127.320 Menschen nach Deutschland gekommen. Im Vormonat waren es noch 206.000. Über das EASY-System erfolgt die Erstverteilung der Flüchtlinge auf die Bundesländer. Aus den Zahlen geht aber nicht hervor, wie viele Menschen, die nach Deutschland eingereist sind, nicht erfasst oder mehrfach registriert wurden; deswegen sind sie ungenau.

Das Bundesinnenministerium wollte die Zahl nicht kommentieren. Im Laufe der Woche werde das Ministerium aber "konsolidierte Zahlen" zu den Flüchtlingen im Jahr 2015 vorlegen, kündigte ein Sprecher an. Die Lage an der Grenze zu Österreich, über die viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen, sei "weiterhin dynamisch". In der Regel würden dort pro Tag zwischen 1.500 und 3.000 Flüchtlinge registriert.  Es gebe jedoch noch immer einige Schwankungen bei den Zahlen. Ein klarer Trend sei nicht erkennbar. Aus dem bayerischen Innenministerium hieß es, in den letzten Dezember-Tagen seien jeweils zwischen 3.000 und 4.000 Flüchtlinge angekommen. Lediglich am 1. Januar habe die Zahl unter 2.000 gelegen und am 2. Januar unter 3.000.

Quelle: n-tv.de

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