Politik

Sarkozy redet Klartext: Fessenheim bleibt an

Bei seinem Überraschungsbesuch im Atomkraftwerk Fessenheim macht Frankreichs Präsident Sarkozy deutlich, dass das älteste Kernkraftwerk des Landes weiterhin in Betrieb bleiben soll. Das sagt er den Angestellten zu, Demonstranten schaffen es nicht bis an den Atommeiler heran.

Fessenheim ging in den 1970er Jahren in Betrieb.
Fessenheim ging in den 1970er Jahren in Betrieb.(Foto: dpa)

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will das umstrittene Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim weiter am Netz lassen. "Es kommt nicht infrage, dieses Atomkraftwerk zu schließen. Wieso sollte man es aus politischen Gründen schließen? Das wäre ein gravierender Fehler", sagte Sarkozy im Gespräch mit Angestellten des Atomkraftwerks.

Fessenheim ist das älteste Atomkraftwerk des Landes und befindet sich dicht an der deutschen Grenze. Eine Gruppe von etwa 60 Atomkraftgegnern aus Deutschland konnte sich wegen weiträumiger Polizeiabsperrungen nicht dem Kraftwerk nähern.

An der umstrittenen Atomanlage entzünden sich im Präsidentschaftswahlkampf leidenschaftliche Debatten. Der sozialistische Kandidat François Hollande will im Fall seiner Wahl die Anlage schließen, was Umweltschützer seit Jahren fordern.

Dagegen hat die französische Atombehörde ASN nach ihren jüngsten Stresstests keine Einwände gegen einen Weiterbetrieb. Die Anlage im Elsass liegt im erdbebenanfälligen Rheingraben und könnte Kritikern zufolge bei einem Deichbruch überschwemmt werden.

Frankreich bezieht drei Viertel seines Stroms aus seinen 58 Reaktoren und ist der größte Atomstromproduzent Europas.

Quelle: n-tv.de

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