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180.000 Migranten in drei Wochen: Flüchtlingsprognose von Realität überholt

Noch immer hat die Bundesregierung ihre Schätzung von 800.000 neu ankommenden Flüchtlingen in diesem Jahr nicht korrigiert. Doch diese Zahl ist längst Makulatur: Sie wurde Ende Oktober praktisch erreicht.

Der Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge in Deutschland wird im November einen neuen Höchststand erreichen. Wie aus den Zahlen der Bundespolizei hervorgeht, wurden seit Monatsbeginn knapp 180.000 illegale Einreisen registriert. Der bisherige Monats-Rekord wurde im Oktober mit 181.000 registrierten neuen Migranten erreicht.

Allein am Wochenende waren es einem Sprecher zufolge 14.482. Am Sonntag wurden 7362 Flüchtlinge gezählt, davon 6128 in Bayern. Am Samstag waren es bundesweit 7120, 5913 kamen über die deutsch-österreichische Grenze.

Trotz der kälteren Temperaturen ist der Flüchtlingsstrom damit auf hohem Niveau stabil. Seit dem 8. November, als mit 8381 Personen zuletzt die 8000er Marke überschritten wurde, kamen in den vergangenen zwei Wochen pro Tag zwischen 7000 und 8000 Menschen illegal in die Bundesrepublik. Mehr als 10.000 Migranten an einem Tag wurden zuletzt am 5. November gezählt.

Die Prognose des Bundes für das Gesamtjahr von 800.000 Flüchtlingen ist damit deutlich überschritten. Bis Ende Oktober hatten die Bundesländer 758.500 Flüchtlinge registriert. Die Zahlen der Bundespolizei beruhen auf Kontrollen im Grenzgebiet. Durch sie werden längst nicht alle Migranten erfasst.

Laut Bundesamt für Flüchtlinge und Migration wurden in den ersten zehn Monaten mehr als 360.000 Asylanträge gestellt. Gut 330.000 davon waren Erstanträge. Etwa 100.00 Anträge wurden von Syrern gestellt.

Quelle: n-tv.de

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