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Hat er sich mit Thomas Hüser den richtigen PR-Profi ins Boot geholt?
Hat er sich mit Thomas Hüser den richtigen PR-Profi ins Boot geholt?(Foto: picture alliance / dpa)

"Mal wieder 20 plus x einfahren": Gabriels Berater wünschte sich SPD-Pleite

Thomas Hüser soll das Image von Sigmar Gabriel und der Bundes-SPD aufpolieren. Blickt man allerdings auf einen Facebook-Kommentar vergangener Tage zurück, wirkt dieser Job durchaus erstaunlich. Dort spottet er noch unverhohlen über die SPD.

Der Essener PR-Profi Thomas Hüser ist in Nordrhein-Westfalen eine feste Größe, jetzt soll der Mann das Image von Sigmar Gabriel und der Bundes-SPD aufpolieren. Noch vor wenigen Wochen CDU-Mitglied, schreibt der Hüser seit einigen Wochen Strategiepapiere für Gabriel und hat schon einen "Online-Workshop" im Willy-Brandt-Haus veranstaltet. Auf Facebook postet er nette Beiträge und Artikel über Gabriel. Doch er hat den Sozialdemokraten auch schon einmal öffentlich ein schlechtes Abschneiden bei der Bundestagswahl 2017 gewünscht, wie die "Welt" nun berichtet.

"Gabriel wird beim nächsten Mal wieder 20 plus x einfahren (...) Und das ist auch gut so (...)", schrieb Hüser der Zeitung zufolge am 6. Dezember 2014 in einem Kommentar auf der Facebook-Seite Gabriels. Darin kritisierte er den SPD-Chef für dessen Haltung zur Bildung der rot-rot-grünen Koalition in Thüringen. Auf den Kommentar angesprochen, sagte Hüser: "Ich bin immer noch kein Freund von Rot-Rot-Grün. Ich glaube auch, dass Koalitionen mit der Linken nicht unbedingt positive Auswirkungen auf das Bundestags-Wahlergebnis der SPD haben können."

Er sehe den dauerhaften Erfolg der SPD in der Mitte. Nun wolle er alles dafür tun, dass seine 20-Prozent-plus-x-Prognose revidiert werde. Nachdem er im Frühjahr die Gabriel-Beratung übernommen hatte, war Hüser im Mai nach zehn Jahren aus der CDU ausgetreten. Das sei aber keine Bedingung Gabriels gewesen.

Gerade die SPD-Linke sieht Hüsers Wirken kritisch. Einige in der Partei halten es für einen Fehler, falls Gabriel versuchen sollte, 2017 den erfolgreichen Schröder-Wahlkampf von 1998 einfach zu kopieren. In einem Strategiepapier hob der SPD-Chef kürzlich Themen wie die Mitte, Innere Sicherheit, Wirtschaft und Heimat hervor.

Quelle: n-tv.de

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