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Diese Biene schafft für deutschen Blütenhonig. Sie sammelt den Blütenstaub einer Kamille.
Diese Biene schafft für deutschen Blütenhonig. Sie sammelt den Blütenstaub einer Kamille.(Foto: picture alliance / dpa)

EU-Gericht schützt deutsche Imker: Gen-Honig muss aus den Regalen

In den Regalen deutscher Supermärkte finden sich viele Honigsorten vor allem aus Nord- und Südamerika, wo weitaus mehr Gentechnik-Pflanzen angebaut werden als hierzulande. Dieser Honig darf nur noch mit einer gesonderten Zulassung verkauft werden. Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes schützt die deutschen Imker, die gegen die Praxis geklagt hatten.

Honig, der gentechnisch veränderte Pollen enthält, darf nach einem EU-Urteil nur mit einer gesonderten Zulassung in den Handel kommen. Für jegliches Lebensmittel, das auch nur geringste Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen enthalte, sei eine Sicherheitsüberprüfung und Zulassung nötig. Sonst dürfe die Ware nicht verkauft werden, urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Diese Pflicht bestehe unabhängig von der Menge des enthaltenen genetisch veränderten Materials.

Das Urteil über die Klage eines Imkers aus Augsburg gilt als wegweisend. Der Imker hatte gegen Bayern geklagt. Er produzierte Honig in der Nähe eines Grundstücks, auf dem zu Forschungszwecken gentechnisch veränderter Mais angebaut wurde. In seinen Bienenstöcken und seinem Honig stellte der Imker daraufhin 2005 "Gen-Pollen" fest. Er zeigte sich selbst an und ließ den Honig vernichten.

Nach Angaben von Imkerverbänden müssen jetzt viele, vor allem Import-Honige, die Gen-Pollen enthalten, aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Denn Spuren von Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen sind in vielen Honigsorten enthalten, vor allem aus Nord- und Südamerika, wo weitaus mehr Gentechnik-Pflanzen angebaut werden als hierzulande.

Die Erfolgsaussichten des Klägers galten von vornherein als gut.

Quelle: n-tv.de

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