Belastung für Schwarz-GelbGröhe sorgt sich um FDP
"Starken Partnern fallen Kompromisse leichter", sagt CDU-Generalsekretär Gröhe mit Blick auf die Schwäche der FDP, die deshalb auch zur Belastung für die Bundesregierung werden könne. Allerdings nimmt er FDP-Chef Westerwelle ausdrücklich in Schutz.
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sieht wegen der anhaltenden Schwäche der FDP in Wahlumfragen die Kompromissfähigkeit der schwarz-gelben Regierungskoalition in Gefahr. "Starken Partnern fallen Kompromisse leichter", sagte Gröhe der "Rheinischen Post". Es sei deshalb für eine Koalition immer besser, wenn es allen Beteiligten gut gehe.
Er hoffe, dass die FDP "bald Tritt fasst", weil die Koalition nur gemeinsam erfolgreich sein könne, sagte Gröhe. Er halte es zudem nicht für fair, wenn in der FDP alle Probleme dem Parteivorsitzenden Guido Westerwelle angelastet würden.
Scharfe Angriffe richtete Gröhe gegen die Grünen. "Wo immer sich Unbehagen gegen ein Projekt breit macht, ist die Dagegen-Partei zur Stelle", sagte der CDU-Politiker der Zeitung. "Die Grünen surfen auf jeder Prostestwelle." Mit einer reinen Verweigerungshaltung sei aber kein Staat zu machen, was die Bürger auch merkten. "Die Grünen haben ihren Zenit schon überschritten", glaubt Gröhe.