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Die Silvester-Vorbereitungen am Brandenburger Tor laufen auf Hochtouren.
Die Silvester-Vorbereitungen am Brandenburger Tor laufen auf Hochtouren.(Foto: imago/STPP)

Mehr Polizisten zu Silvester: Großstädte verstärken die Sicherheit

Es gebe keine konkreten Hinweise auf Anschläge, teilt die Polizei in europäischen Metropolen mit. Die Sicherheitsvorkehrungen werden trotzdem überall verschärft. Das gilt auch für die Feier am Brandenburger Tor. In Brüssel geht man noch weiter.

Mit einem Großaufgebot der Polizei und strikten Zugangskontrollen wollen Metropolen angesichts der gewachsenen Terrorgefahr für Sicherheit bei Neujahrsfeiern sorgen. Zugleich wurde aber in mehreren europäischen Metropolen betont, dass es keine konkreten Hinweise auf islamistische Anschläge gebe. In Frankreich sind die seit den Terrorattacken vom Januar geltenden Vorkehrungen noch verstärkt worden. In Brüssel sagten die Behörden das geplante Feuerwerk nach Terrordrohungen ab.

Ein Zaun soll das Berliner Festgelände umgeben.
Ein Zaun soll das Berliner Festgelände umgeben.(Foto: imago/STPP)

Auch in Berlin findet die größte Open-Air-Silvesterparty Deutschlands unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen statt. Mehrere Hunderttausend Menschen werden auf einer rund zwei Kilometer langen Feiermeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule erwartet.

Zwar gibt es keine Hinweise auf konkrete Anschlagsplanungen in Berlin, wie ein Polizeisprecher sagte. Es herrsche aber eine hohe abstrakte Gefährdung. Mehr Polizisten seien im Einsatz als im Vorjahr - insbesondere rund um die große Outdoor-Feier. Dort sollen 900 Beamte für Sicherheit sorgen, 150 mehr als vergangenes Silvester.

Taschen sind verboten

In Paris gilt bereits der Ausnahmezustand - Soldaten patrouillieren vor der Kathedrale Notre Dame.
In Paris gilt bereits der Ausnahmezustand - Soldaten patrouillieren vor der Kathedrale Notre Dame.(Foto: AP)

Auf dem Gelände selbst sind nach Angaben der Veranstalter erstmals große Taschen und Rucksäcke verboten - als Reaktion auf die Anschläge von Paris, wie eine Sprecherin sagte. Außerdem sollen alle Taschen kontrolliert werden. Der angrenzende Tiergarten ist zum ersten Mal durch einen Zaun abgesperrt. Vor der Party will die Polizei den Park mit Hunden nach Sprengstoff absuchen und anschließend streng darauf achten, dass niemand über die Absperrung klettert.

In Brüssel gab Bürgermeister Yvan Mayeur bekannt, dass das alljährliche Silvesterfeuerwerk, zu dem 50.000 Menschen auf einer Festmeile in der Innenstadt erwartet wurden, dieses Mal ausfällt. "Es ist besser, wenn wir keine Risiken eingehen", sagte er. Die Behörden hatten Anschlagspläne für die Silvesternacht aufgedeckt und zwei Terrorverdächtige in Haft genommen.

Der Rote Platz in Moskau (hier 2012) bleibt in diesem Jahr zu Silvester gesperrt.
Der Rote Platz in Moskau (hier 2012) bleibt in diesem Jahr zu Silvester gesperrt.(Foto: imago stock&people)

In Frankreich herrscht seit den Anschlägen vom 13. November Ausnahmezustand, die Vorkehrungen sollen nun noch verstärkt worden. Nun sollen landesweit rund 60.000 Polizisten und Militärs die Nacht ins neue Jahr absichern. Am Silvesterabend ist das offizielle Feuerwerk in Paris abgesagt, private Böller und Raketen sind dort zu Silvester ohnehin immer verboten. Die Bereiche um Champs-Élysées und Eiffelturm sind zu Silvester stets weiträumig abgesperrt und kontrolliert. In diesem Jahr soll zudem ohne große Show alles eher ruhig und nüchtern werden.

Polizei und Metalldetektoren

Im Zentrum Londons sind laut Polizei rund 3000 Polizisten auf den Straßen. Ausdrücklich heißt es aber: "Unsere Pläne sind reine Vorsichtsmaßnahmen und nicht die Folge irgendwelcher konkreter Geheimdienstinformationen." Wer das große Feuerwerk am London Eye aus der Nähe betrachten will, braucht ein Ticket.

In Italien seien zu Silvester mehr Beamte als üblich im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher in Rom. Bei der größten Silvester-Party in der Hauptstadt, dem Konzert im Circo Massimo mit Tausenden Menschen, werden alle Besucher mit Metalldetektoren kontrolliert.

Der Zugang zum Hauptplatz Puerta del Sol ("Sonnentor") in Madrid, wo traditionell Zigtausende das neue Jahr begrüßen, soll erstmals "reguliert" werden. Der Rote Platz in Moskau bleibt für die traditionelle Silvesterfeier gesperrt und ist nur mit speziellen Eintrittskarten zugänglich. In New York sind Tausende Polizisten im Einsatz sowie Hubschrauber, zusätzliche Überwachungskameras und Detektoren für chemische und nukleare Stoffe.

Quelle: n-tv.de

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