Politik
Reden würden sie mit den Linken schon: Jürgen Trittin (l.) und Cem Özdemir.
Reden würden sie mit den Linken schon: Jürgen Trittin (l.) und Cem Özdemir.(Foto: dpa)

Äußerungen von Trittin und Özdemir: Grüne offen für Bündnis mit Linke

Nach wie vor schließt die SPD eine rot-rot-grüne Koalition aus. Während die Linken seit langem für so ein Bündnis werben, öffnen sich nun auch die Grünen. Trittin und Özdemir lassen mit Interview-Äußerungen aufhorchen.

Langsam bahnt sich der Koalitionspoker an. SPD und CDU haben für Anfang kommender Woche Sondierungsgespräche angekündigt, nun melden sich auch führende Grünen-Politiker zu Wort. Und was sie sagen lässt aufhorchen: Sie bringen eine rot-rot-grüne Koalition ins Spiel.

Der scheidende Fraktionschef Jürgen Trittin sagte am Rande eines Spitzentreffens der Grünen in Berlin: "Selbstverständlich sind wir bereit, mit allen demokratischen Parteien, mit der SPD, mit der Linkspartei, mit der CDU, zu reden." Ein Wunsch nach einem rot-rot-grünem Bündnis lässt sich aber kaum daraus ableiten. So fügte Trittin hinzu, dass die Chancen für ein tragfähiges Ergebnis "sehr gering" seien.

Grünen-Chef Cem Özdemir sagte dem "Spiegel", auf die Möglichkeit einer Rot-Rot-Grün-Sondierung angesprochen: "Dazu müsste uns die SPD einladen." Verschwindend gering ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass die SPD sich auf ein solches Bündnis einließe. Zu deutlich und zu oft haben die Sozialdemokraten eine Zusammenarbeit vor und nach der Wahl für die gesamte Legislaturperiode ausgeschlossen. Insofern ist es zunächst bedeutungslos, ob die Grünen sich an einer rot-rot-grünen Koalition beteiligen würden – die SPD wäre ohnehin nicht mit im Boot.

Trittin selbst äußerte sich auch zu den Chancen eines Zusammengehens des linken Lagers. Dies sei genauso unwahrscheinlich wie eine schwarz-grüne Koalition. Die Chance auf ein solches Bündnis löst in der Parteispitze offenbar kaum Interesse hervor. Von den Bundes- und Landesspitzen und Parteiratsmitgliedern der Grünen habe sich bei dem Treffen in Berlin niemand für Schwarz-Grün ausgesprochen, berichteten Teilnehmer.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen