Montag, 19. Dezember 2011
Neuzugang bei "Freien Wählern": Henkel startet Partei-Karriere
Umtriebig ist er ja, Ex-BDI-Chef Henkel. Seit Monaten arbeitet er sich an der Zukunft des Euros ab. Für die er quasi schwarz sieht. Seine Ambitionen lenkt der 71-Jährige nun auch in eine parteipolitische Richtung. Er tritt den "Freien Wählern" bei.
Hans-Olaf Henkel
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Die Freien Wähler (FW) wollen 2013 mit einem Stimmenanteil von 5 Prozent plus x in den Deutschen Bundestag einziehen. Das sagte Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender und Fraktionschef im Bayerischen Landtag. Unterstützt wird die Initiative vom langjährigen Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Hans-Olaf Henkel, der einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt hat und sich bereits im schleswig-holsteinischen Wahlkampf für die Freien Wähler engagieren will.
Die Partei verstehe sich als Vertreterin der bürgerlichen Mitte, erklärte Aiwanger. "Mit der Entscheidung der Mitglieder der FDP für den permanenten 'Rettungsschirm'(ESM) zu Gunsten vieler finanzschwacher und zu Lasten weniger finanzstarker Länder hat die letzte im Bundestag vertretene liberale Kraft ihren Geist aufgegeben", erläuterte Henkel den Hintergrund des Vorhabens. Er selbst wolle sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht festlegen, ob er ein Mandat anstrebe, fügte der 71-Jährige mit Verweis auf sein Alter hinzu.
Die Freien Wähler streben nach eigener Aussage "ein dezentrales Europa der Vaterländer" und lehnen die geplante Aufgabe der Haushaltshoheit an die EU im Zuge einer Fiskalunion ab. Die FW sind offen für Koalitionen mit allen Parteien außer der Linken.
mbl
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