Politik
Donnerstag, 10. November 2005

Anschlag in Buenos Aires: Hisbollah war beteiligt

Elf Jahre nach dem Bombenanschlag auf das Jüdische Zentrum Amia in Buenos Aires mit 85 Toten hat die argentinische Justiz nach eigenen Angaben erstmals einen Beweis für die Beteiligung der radikal-islamistischen Hisbollah (Partei Gottes). Der Selbstmordattentäter, der das Bombenfahrzeug vor das Gebäude lenkte, sei als das damals 21-jährige Hisbollah-Mitglied Ibrahim Hussein Berro identifiziert worden, berichtete die Zeitung "La Nacin" unter Berufung auf den Staatsanwalt Alberto Nisman.

Die Identifizierung des Attentäters sei in achtmonatigen Ermittlungen gelungen, nachdem zwei in den USA lebende Brüder des Mannes in dem Fall ausgesagt hätten. Sie hätten auch zwei Fotos des Täters zur Verfügung gestellt, hieß es weiter.

Hisbollah beherrscht mit seinen Kämpfern den Süd-Libanon und ist als Partei im Parlament in Beirut vertreten. Die Schiiten-Organisation hat die Vernichtung Israels zum Ziel. Syrien und Iran unterstützen die Hisbollah politisch, militärisch und finanziell. Die argentinischen Behörden hatten von Anfang an Hisbollah und Iran verdächtigt, hinter der Tat zu stecken. Iran hatte dies stets dementiert.

Quelle: n-tv.de

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